Rechnet knallhart mit seinem Ex-Verein ab: Rudi Assauer
Rechnet knallhart mit seinem Ex-Verein ab: Rudi Assauer
© Getty

Bundesliga

Montag, 01.12.2008

Rudi Assauer kritisiert Schalke: Der Mumm fehlt

Rudi Assauer hat seinen in die sportliche Krise geratenen früheren Arbeitgeber FC Schalke 04 scharf kritisiert: "Warum sollte ich denn Mitleid haben? Die haben es doch selbst verbockt."

"Zu Zeiten, als ich noch arbeiten durfte, sah es besser aus", sagte der 64-jährige frühere Manager des Bundesligisten in einem Interview mit dem Kölner "Express".

"Seit meiner Freistellung beziehungsweise Suspendierung ist der Fußball auf Schalke nicht besser geworden. Im Gegenteil." Die Bälle würden nur nach vorne gekloppt.

"Mit Fußball spielen hat das nix zu tun. Das sind Zustände wie bei einem Würfelabend oder einer Lotterie", meinte Assauer, "Schalke hängt in einem Loch, das immer größer wird."

Kritik an Neueinkäufen

Ein Grund dafür seien falsche Einkäufe auf dem Transfermarkt. "Die Leute, die jetzt am Ruder sind, müssen sich eingestehen: Verdammte Hacke, wir haben Fehler in der Einkaufspolitik gemacht. Das, was wir geholt haben, funktioniert nicht", sagte der frühere Fußball-Profi, der 2006 den Managerposten bei den Königsblauen räumen musste.

"Engelaar ist für mich ein Spieler, der höchstens unteres Bundesliga-Niveau hat. Der könnte in Hannover spielen, nicht auf Schalke", sagte Assauer, in dessen Ägide der UEFA-Cup-Sieg 1997 und zwei DFB-Pokal-Erfolge fielen.A

Einsehen würden es die Verantwortlichen um seinen Nachfolger Andreas Müller aber nicht. "Nein. Ich habe nicht den Eindruck, dass sie einen Arsch in der Hose haben und Fehler zugeben. Dazu fehlt ihnen der Mumm."

Assauer ohne Hoffnung

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Viel Hoffnung, dass es nach den jüngsten Niederlagen im UEFA-Cup gegen Manchester City und in der Bundesliga beim VfB Stuttgart sportlich bald wieder aufwärts geht, habe er nicht.

"Es tut körperlich weh, Schalke zu sehen. Ich leide. Ich habe Angst, dass es nicht besser wird. Denn die Qualität ist nicht da", stellte Assauer fest. "Es geht nicht nach vorne, es geht nach hinten. Jetzt sehe ich eine Mannschaft, die aufpassen muss, dass sie nicht da landet, wo Hannover steht."

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