Mercedes hatte die Flügel im Gegensatz zum Vortag deutlich steiler angestellt. Lewis Hamilton und Rosberg verloren dadurch Topspeed auf den Geraden, kamen aber schneller durch die Kurven im zweiten Sektor.
Der Lohn für die Silberpfeile: Sebastian Vettel hatte als Dritter über sechs Zehntel Rückstand auf die Bestzeit, sein Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen als Vierter fast neun.
Das Ergebnis des 3. Trainings im Überblick
Für eine Überraschung sorgte Sergio Perez. Der Mexikaner wurde Fünfter, war nur zwei Tausendstel langsamer als der Iceman. Force India setzte dafür auf ein radikales Setup: In Sektor 1 fuhren Perez wie auch Teamkollege Nico Hülkenberg schneller als die Konkurrenz, weil die Mechaniker die Flügel sehr flach einstellten.
Red Bull und Force India gleichauf
Dass in der Formel 1 die verschiedensten Lösungsansätze zum Erfolg führen können, zeigte Red Bull: Trotz vermeintlich schwacher Renault-Powerunit splitteten Daniel Ricciardo (6.) und Daniil Kvyat (7.) mit ihren früh gefahrenen Runden die Force India. Hülkenberg beendete das Training als Achter vor den Williams-Piloten Felipe Massa (9.) und Valtteri Bottas (10.)
Die Zeitenjagd stand am Samstagmorgen allerdings anfangs nicht im Vordergrund. Nach zwei Trainingsabbrüchen im 2. Freien Training durch die Abflüge von Nico Rosberg und Marcus Ericsson sammelten die Teams vor dem Qualifying mit vollen Tanks Daten für die Longruns im Rennen.
Die Formel-1-Saison 2015 im Überblick