Trainer Didier Deschamps verkündete sein Aufgebot für die Auftritte in der Nations League gegen Israel (14. November) und in Italien (17. November) am Donnerstag, wie schon im vergangenen Länderspielfenster im Oktober ist Kapitän Mbappé nicht Teil der Auswahl.
"Ich habe mit ihm gesprochen und diese Entscheidung getroffen, weil ich denke, dass es besser so ist", sagte Deschamps auf einer Pressekonferenz: "Ich werde meine Argumente nicht ausführen, aber ich kann zwei Dinge sagen. Erstens: Kylian wollte dabei sein. Und zweitens: Es hat nichts mit den Problemen abseits des Platzes zu tun, denn es gilt die Unschuldsvermutung."
Mbappés Abwesenheit während der jüngsten Länderspiele in Israel (4:1) und Belgien (2:1) hatte in verschiedener Hinsicht für Aufsehen gesorgt. Offiziell ging es darum, den zuvor angeschlagenen Stürmer zu schonen, Mbappé lief dann in der spanischen Liga aber für Real Madrid auf. Anschließend unternahm er einen von Real genehmigten Urlaub, der ihn unter anderem nach Schweden führte.
Dort berichteten nationale Medien dann von einer angeblichen Ermittlung der Staatsanwaltschaft, die Vergewaltigungsvorwürfe gegen den Fußballprofi prüfe. Mbappé bezeichnete dies als "fake news", seine Anwälte kündigten eine Klage wegen Verleumdung an. Die schwedische Polizei und auch die Gerichte haben weiterhin nicht bestätigt, dass die Anzeige sich tatsächlich gegen Mbappé richtet.
Sportlich läuft es für Mbappé in Madrid weiterhin schleppend. Bei den bitteren Niederlagen in der Liga gegen den Erzrivalen FC Barcelona (0:4) und in der Champions League gegen die AC Mailand (1:3) blieb er zuletzt jeweils ohne Treffer.