Eintracht Frankfurt bleibt zuhause weiter ungeschlagen. Gegen Greuther Fürth gab es zum Auftakt des 10. Spieltags in der Bundesliga am Freitagabend aber nur ein 1:1 (1:0).
Die Eintracht verpasste so den vorübergehenden Sprung auf Tabellenplatz zwei. Fürth verließ durch den Punktgewinn zumindest für eine Nacht den letzten Tabellenplatz.
Frankfurt ging vor 48.000 Zuschauern durch das schnellste Tor der bisherigen Saison von Alexander Meier nach 18 Sekunden in Führung. Zoltan Stieber gelang in der zweiten Hälfte durch einen sehenswerten Heber der Ausgleich (53.).
SPOX-Spielfilm:
Vor dem Anpiff: Schwegler nach Adduktorenzerrung wieder fit, er kommt für Lanig. Den verletzten Zambrano (Zehenbruch) ersetzt Demidov in der Innenverteidigung. Bei Fürth kommt der defensive Mittelfeldspieler Pekovic für Stürmer Edu ins Team.
1., 1:0, Meier: Wahnsinn, da klingelt es schon! Meier leitet einen langen Ball per Kopf auf rechts zu Rode weiter. Der tankt sich durch und spielt halbhoch zur Mitte. Grün wehrt den Ball nach vorne ab, wo Fürstner am Ball vorbei rutscht. Meier schnappt sich die Kugel, verzögert kurz, lässt damit zwei Mann aussteigen und hämmert den Ball aus 13 Metern ins linke Eck.
12.: Meier öffnet auf Höhe der Mittellinie mit einem ganz starken Pass auf den linken Flügel das Spiel. Dort flitzt Inui die Linie entlang und zieht in den Strafraum. 15 Meter vor der Tor schiebt er Richtung langes Eck, doch Grün taucht ab und hält den Ball fest.
27.: Katastrophaler Rückpass von Inui 30 Meter vor dem eigenen Tor, direkt in die Füße von Asamoah. Der schnappt sich die Kugel und geht auf Trapp zu. Der Stürmer zögert mit dem Abschluss zu lange und schießt Trapp letztlich aus zwei Meter an.
35.: Occean bekommt am linken Strafraumeck die Kugel vor die Füße. Er fackelt nicht lange und zieht direkt ab. Der Ball fliegt Richtung rechter Winkel, Grün bekommt allerdings die Finger dran und lenkt das Ding über die Latte.
53., 1:1, Stieber: Klasse Konter der Fürther. Schmidtgal auf Asamoah, der auf Sararer tropfen lässt. Der spielt einen klugen Ball hinter die aufgerückte Eintracht-Abwehr und Stieber läuft allein auf Trapp zu. Der Ungar bleibt cool und überlupft den Torhüter aus knapp 16 Metern.
59.: Grün mit dem weiten Abschlag. Am Frankfurter Strafraum taucht Anderson unter dem Ball durch. Asamoah ist da, schnappt sich die Kugel und zieht von der Strafraumkante ab. Trapp bringt noch den Handschuh dran, knapp drüber.
86.: Fürstner steckt aus 20 Metern halblinks auf Sararer durch, der aus 14 Metern sofort abzieht. Trapp lässt den Ball nach vorne prallen, sodass der Fürther die Nachschusschance bekommt. Aber Sararer zieht viel zu hektisch ab, fünf Meter drüber.
Fazit: Am Ende ein glücklicher Punkt für die Eintracht. Frankfurt nur 20 Minuten richtig stark, dann kam Fürth und ließ in der zweiten Halbzeit viele Chancen liegen.
Der Star des Spiels: Kevin Trapp. Blieb absolut fehlerfrei und rettete seinem Team mit mehreren starken Paraden den Punkt. Wer ist den Spieler des Spiels? Jetzt abstimmenGetty
Der Flop des Spiels: Takashi Inui. Kam überragend in die Saison, durchlebt zurzeit allerdings ein kleines Tief. Nicht so gefährlich im Dribbling wie gewohnt und mit vielen Abspielfehlern. Einer davon bescherte Asamoah in der ersten Hälfte die Chance zum 1:1. Wurde nach 57 Minuten ausgewechselt.
Der Schiedsrichter: Markus Schmidt. Nicht immer souverän und manchmal etwas kleinlich, aber immerhin ohne groben Fehler.
Die Trainer:
Armin Veh verändert seine Elf weiterhin nur, wenn ihn Verletzungen dazu zwingen. Nahm den schwachen Inui früh in der zweiten Halbzeit vom Feld.
Mike Büskens wechselte vom flachen 4-4-2 durch die Hereinnahme von Pekovic auf ein variables 4-2-3-1. Nahm seine Wechsel erst in den Schlussminuten vor, um Zeit von der Uhr zu nehmen.
Das fiel auf:
- Frankfurt kam extrem selbstbewusst und dominant aufs Feld. Das frühe Führungstor gab dem Team zusätzlich Schub. Nach etwa 20 Minuten ließ die Eintracht aber ein bisschen nach.
- Fürths Plan, defensiv kompakt zu stehen und dann über die schnellen Stieber, Prib und Sararer zu kontern, war nach 18 Sekunden schon hinfällig. Die Greuther brauchten dann eine ganze Zeit, um sich auf die neue Situation einzustellen. Als dies gelang, entwickelte sich eine offene Partie.
- Frankfurt nach der Pause fahrig und fehlerhaft im Aufbauspiel. Vom großen Selbstbewusstsein der Anfangsphase war zwischenzeitlich nichts mehr zu spüren.
- Asamoah funktionierte besonders im zweiten Durchgang sehr gut als Wandspieler im Zentrum, der viele Bälle hielt und dann auf Außen ablegte.
- Das Duell der Aufsteiger war insgesamt ein Duell auf Augenhöhe. Die Fürther in der zweiten Halbzeit sogar einen Tick stärker. Aber wie schon mehrmals in dieser Saison fehlte die Durchschlagskraft im Angriff.
Eintracht Frankfurt - Fürth: Daten zum Spiel
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