Kein Befreiungsschlag in Düsseldorf

Marco Heibel
13. April 201318:48
Düsseldorfs Marin Latka (2.v.l.) lässt sich nach seinem unglücklichen Eigentor aufbauenGetty
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Fortuna Düsseldorf und Werder Bremen treten in der Bundesliga auf der Stelle. Die Tabellennachbarn haben sich 2:2 (1:1) getrennt und müssen die Abstiegszone weiter im Auge behalten. Vor 54.000 Zuschauern in der Esprit-Arena reichte der Fortuna auch eine zweimalige Führung nicht zum Sieg.

Stefan Reisinger (2., 48.) brachte Düsseldorf zweimal in Führung, Zlatko Junuzovic (16.) Martin Latka (70./Eigentor) trafen für Werder.

Düsseldorf war insgesamt die bessere Mannschaft, bleibt mit 30 Punkten aber auf Rang 15. Bremen überzeugte vor allem kämpferisch und belegt mit 32 Zählern weiterhin den 14. Tabellenplatz.

Elia trotz Verletzungsmisere nur Reservist

Düsseldorf lief mit zwei personellen Änderungen gegenüber dem 0:3 in Hoffenheim auf: Stefan Reisinger und Dani Schahin begannen für den gelbgesperrten Robert Tesche und Mathis Bolly (Muskelfaserriss).

Die von Verletzungspech gebeutelten Bremer stellten im Vergleich zum 0:2 gegen Schalke 04 gleich auf fünf Positionen um: Theodor Gebre Selassie, Mateo Pavlovic, Zlatko Junuzovic, Philipp Bargfrede und Startelfdebütant Felix Kroos rückten für Sokratis, Aleksandar Ignjovski, Aaron Hunt, Tom Trybull und Eljero Elia ins Team.

Reisinger schockt Bremen nach 84 Sekunden

Düsseldorf überrumpelte die neu formierte Werder-Abwehr gleich mit dem ersten richtigen Angriff: Robbie Kruse spielte den Ball in den Lauf von Stefan Reisinger, der Sebastian Mielitz aus 13 Metern aus halbrechter Position überwand.

Die Fortuna blieb tonangebend, Bremen hatte in der Anfangsphase nur Härte entgegenzusetzen. Nachdem Oliver Fink in der 16. Minute die Chance zum 2:0 ausgelassen hatte, erzielte Werder im Gegenzug das 1:1: Kevin de Bruyne setzte sich gegen vier Fortunen durch und bediente Zlatko Junuzovic in der Mitte, der den Ball nur noch einschieben musste.

Nach dem Ausgleich erlahmte der Düsseldorfer Elan. Bremen fand defensiv seine Ordnung, entwickelte nach vorne aber nur selten Gefahr. Nach fast 30 ereignisarmen Minuten vergab der auf der linken Seite freigespielte Johannes van den Bergh in der 44. Minute überhastet die Chance zur erneuten Düsseldorfer Führung.

Reisinger macht's nochmal

Der Auftakt zur zweiten Hälfte geriet fast zu einer Kopie der ersten Spielminuten: In der 48. Minute spielte Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz den halbrechts erneut freistehenden Reisinger frei, der den Ball im linken unteren Toreck unterbrachte.

Die Elf von Norbert Meier blieb am Drücker und kam durch Schahin, dessen Schuss Mielitz klasse entschärfte, zu einer weiteren Großchance (55.). In der 59. Minute musste Mielitz' Pendant Fabian Giefer nach einem Abstimmungsfehler seiner Vorderleute gegen Marko Arnautovic retten. SPOX

Latka rettet Bremen einen Punkt

Werder machte nun mehr Druck, konnte sich aber bei Fortuna-Innenverteidiger Martin Latka bedanken, der eine scharfe, aber ungefährliche Arnautovic-Hereingabe in der 70. Minute ins eigene Tor lenkte.

Nach dem Ausgleich drängten beide Teams auf den Siegtreffer, der einen Meilenstein im Kampf um den Klassenerhalt bedeutet hätte. Nils Petersen (78.) und Latka (81.) vergaben jeweils beste Möglichkeiten. "Wir haben uns einfach mehr erwartet. Mit dem 2:2 müssen wir leben. Das Pech ist im Moment auf unserer Seite. Das sind Verkettungen von Fehlern. Die Qualität der Bremer bei Kontern war uns bekannt. Das haben wir leider nicht in den Griff bekommen", konstatierte Oliver Fink nach der Partie.

Durch das Remis steht der Vorsprung der Fortuna auf Platz sechzehn vorerst bei sechs Punkten, Augsburg kann am Sonntag gegen Frankfurt aber auf drei Punkte heranrücken.

Düsseldorf - Bremen: Daten zum Spiel