Die Champions-League-Teilnehmer Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen stehen bereits fest, genau wie Absteiger Greuther Fürth. Dennoch kämpfen mehrere Teams am 34. Bundesliga-Spieltag noch gegen den Abstieg und um das internationale Geschäft. Für Augsburg und Düsseldorf geht's schlichtweg ums Überleben.
FC Augsburg - SpVgg Greuther Fürth (ab 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Die Situation:
Für Fürth steht der Abstieg schon längst fest, gegen Augsburg geht es für die Franken lediglich noch darum, sich anständig aus der Bundesliga zu verabschieden. Der FCA, derzeit auf dem Relegationsplatz, hat dagegen noch Chancen auf den direkten Klassenerhalt, könnte aber auch noch auf den Abstiegsplatz abrutschen. Wenn Augsburg mehr Punkte holt als Düsseldorf parallel in Hannover, wäre der Klassenerhalt perfekt. Verlieren die Fuggerstädter aber, droht der direkte Abstieg, sofern Hoffenheim in Dortmund gewinnt.
Bangen müssen die Augsburger vor dem Saisonfinale noch um Stürmer Stephan Hain (Oberschenkelprobleme) und Außenverteidiger Marcel de Jong (erkrankt). Vor allem der Einsatz von Hain ist fraglich. Zu Hause ist der FCA aber eine Macht, verlor nur zwei der letzten sieben Heimspiele. Gegen Fürth ist Augsburg außerdem seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen, trifft aber auf eine starke Defensive: Nur der FC Bayern (4) und der VfL Wolfsburg (20) kassierten auswärts weniger Gegentore als Fürth (21).
Die Stimmen:
"Wenn wir das letzte Heimspiel gewinnen, bleiben wir direkt in der Liga. Wie man gesehen hat, fangen die Düsseldorfer an zu zittern." (Augsburgs Verteidiger Matthias Ostrzolek)
"Wir wissen, dass Fußball-Deutschland auf diese Spiele schaut und wollen beweisen, dass wir uns anständig aus dieser Liga verabschieden. Es gilt, Pass für Pass und Zweikampf für Zweikampf hochkonzentriert zu bestreiten. Dann wird man sehen, was wir unter dem Strich mitnehmen können." (Fürths Trainer Frank Kramer)
Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf (ab 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Die Situation:
Während es für das im Niemandsland der Tabelle stehende Hannover zum Saisonabschluss gegen Fortuna Düsseldorf nur noch um eine anständige Verabschiedung vor den eigenen Fans geht, steht für die Rheinländer viel auf dem Spiel. Mit einem Sieg wäre Düsseldorf, derzeit punktgleich mit dem 16. Augsburg, gerettet, es sei denn Augsburg würde parallel gegen Fürth mit fünf Toren mehr gewinnen als die Fortuna. Gelingt Düsseldorf in Hannover aber kein Sieg, droht der Sturz auf den Relegations-, und im schlimmsten Fall sogar bis auf einen direkten Abstiegsplatz. Hannover war zuletzt klar anzumerken, dass die Mannschaft sich Richtung Saisonende schleppt. Nur eines der vergangenen sechs Spiele gewannen die Niedersachsen, der letzte Heimsieg datiert vom 23. Februar (5:1 gegen den HSV).
Noch düsterer ist die Bilanz aber bei Aufsteiger Düsseldorf, der trotz solider Hinrunde (21 Zähler) nach der Winterpause bislang nur neun Punkte holen konnte. Die Fortuna wartet seit nunmehr elf Spielen auf einen Sieg und ist das zweitschwächste Auswärtsteam der Liga. Immerhin: Kapitän Andreas Lambertz ist wieder fit und konnte im Mini-Trainingslager in Ostwestfalen alle Übungen mitmachen. Ein ganz besonderes Angebot ereilte Hannover von Düsseldorfs Konkurrenten, dem FC Augsburg. "Ich schicke 20 Jungfrauen nach Hannover, wenn die die Düsseldorfer schlagen", lockte FCA-Präsident Walther Seinsch.
Die Stimmen:
"Das ist sicher nett gemeint, aber wir haben genug Motivation, unsere Fans mit einem Sieg in den Urlaub zu schicken." (Hannovers Kapitän Steven Cherundolo über das Angebot von Seinsch)
"Wieso sehen alle das Glas immer nur halbleer? Man kann es doch auch halbvoll sehen. Schließlich haben wir es als Tabellenfünfzehnter immer noch selbst in der Hand." (Düsseldorfs Mittelfeldspieler Axel Bellinghausen)
SC Freiburg - FC Schalke 04 (ab 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Die Situation:
Seinen ersten Matchball hinsichtlich des Champions-League-Qualifikationsplatzes vier hatte der FC Schalke am vergangenen Spieltag, ließ diesen bei der 1:2-Niederlage gegen Stuttgart jedoch ungenutzt. Deshalb erwartet die Schalker beim SC Freiburg nun ein echtes Finale um die Champions League. Der Sieger beendet die Saison als Vierter, der Verlierer muss in die Europa League. Kleiner Vorteil Schalke: Dadurch dass Königsblau einen Zähler mehr als der Sportclub hat, reicht ein Remis um den vierten Rang zu verteidigen.
Für die Trainer ist es das vierte direkte Aufeinandertreffen, allerdings das erste bei den Profis: Im Jugendbereich traf Schalke-Trainer Jens Keller, damals noch bei der Stuttgarter U19, drei Mal auf die von Christian Streich betreuten Freiburger, ging aber mit nur einem Zähler und ohne Tor aus den Duellen hervor. Personell ruhen die Schalker Hoffnungen auf Julian Draxler: Der 19-Jährige kehrt nach abgesessener Gelbsperre zurück, womit Keller bis auf die Langzeitverletzten Kyriakos Papadopoulos, Ibrahim Afellay und Chinedu Obasi aus dem Vollen schöpfen kann. Streich muss derweil auf Daniel Caligiuri verzichten, der wegen seiner zehnten Verwarnung fehlt. In der laufenden Saison konnte der SCF von vier Bundesligaspielen ohne den Offensivmann keines gewinnen.
Die Stimmen:
"Es ist tatsächlich so gekommen, wie es nicht viele erwartet hätten: Wir haben unser Endspiel gegen Schalke." (Freiburgs Mittelfeldspieler Cedrick Makiadi)
"Ich habe in den vergangenen Wochen immer vermieden, das Wort 'Endspiel' zu benutzen. Jetzt ist es tatsächlich eins, dessen ist sich auch jeder einzelne bei uns im Kader bewusst. Nach diesem Spiel gibt es nichts mehr zu korrigieren." (Schalke-Trainer Jens Keller)
Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim (ab 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Die Situation:
Klare Ausgangslage im Dortmunder Signal-Iduna-Park: Borussia Dortmund steht bereits als Vizemeister fest, während 1899 Hoffenheim nach dem 1:4 gegen den HSV am vergangenen Spieltag nur bei einem Sieg noch Chancen auf die Relegation oder den Klassenerhalt hätte. Sollte Hoffenheim beim BVB gewinnen, müssten Augsburg oder Düsseldorf parallel verlieren, so dass die TSG noch auf den Relegationsplatz springen könnte. Sollten beide Konkurrenten im Abstiegskampf den Spieltag ohne Punktgewinn beenden, würde Hoffenheim mit einem Sieg sogar auf einen Nicht-Abstiegsplatz springen.
Viel Hoffnung gibt es auf das Wunder am letzten Spieltag bei den Kraichgauern aber nicht. Hoffenheim ist das auswärtsschwächste Team der Liga und wird auf einen BVB treffen, der bis auf den verletzten Mario Götze seine Topelf aufbieten dürfte. Immerhin muss die Borussia vor dem Champions-League-Finale eine Woche später ihren Rhythmus behalten, außerdem geht es um einen positiven Saisonabschluss vor den eigenen Fans. Hoffenheims Trainer Markus Gisdol muss auf Mittelfeldspieler Tobias Weis (Bauchmuskelverletzung) verzichten, dafür stehen Innenverteidiger David Abraham (Gehirnerschütterung) und Mittelfeldspieler Eugen Polanski (Rotsperre) wieder zur Verfügung.
Die Stimmen:
"Nach diesen Aussagen hoffe ich, dass sie die Probleme, die sie sich in einem Jahr eingebrockt haben, nicht mit übergroßer Härte lösen wollen. Es darf gern hart zugehen - aber bitte auch fair." (BVB-Trainer Jürgen Klopp als Reaktion auf die Aussagen einiger Hoffenheim-Spieler, in Dortmund physisch hart spielen zu wollen)
"Wenn wir es schaffen, dort einen Sieg einzufahren, haben wir eine gute Chance, zumindest zwei weitere Spiele zu erzielen. Alles Weitere ist Kaffeesatzleserei." (Hoffenheims Trainer Markus Gisdol)
Seite 2: Eintrachts Kampf um Europa und Heynckes' Abschied in Gladbach
Borussia Mönchengladbach - FC Bayern München (ab 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Die Situation:
Für den FC Bayern steht eine Woche vor dem Champions-League-Finale gegen Borussia Dortmund vor allem eines im Vordergrund: Keine Verletzungen. Bereits am vergangenen Spieltag gegen den FC Augsburg (3:0) war zu beobachten, wie die Münchner in Zweikämpfen zurückzogen und das Risiko minimierten. Allerdings stehen auch zwei Serien auf dem Spiel: Das Team von Trainer Jupp Heynckes, der seine Bundesliga-Karriere damit wohl in seiner Heimatstadt beendet, ist in dieser Bundesligasaison sowohl auswärts (14 Siege, 2 Unentschieden) als auch in der Rückrunde (15 Siege, 1 Unentschieden) noch ungeschlagen.
Gladbach könnte diese beiden Serien nicht nur beenden, sondern nach dem 1:1 in der Hinrunde auch europaweit das einzige Team sein, das in dieser Saison gegen die Münchner gespielt hat und ohne Niederlage geblieben ist. Ohnehin hat die Borussia sich zuletzt gut gegen den FC Bayern verkauft, vor allem zuhause: Seit drei Heimspielen ist Gladbach gegen den Meister ungeschlagen und konnte zwei davon gewinnen. Tabellarisch geht es für die Fohlen um nicht mehr allzu viel, bei drei Zählern Rückstand auf die EL-Plätze sowie dem schlechteren Torverhältnis ist die Chance auf Europa nur noch theoretischer Natur. Drei Spieler werden bei Gladbach vor der Partie verabschiedet: Mike Hanke, Alexander Ring und Niklas Dams verlassen den Verein.
Die Stimmen:
"Wir wollen die Bayern zum Ende ihrer Traumsaison schon ein bisschen ärgern." (Gladbachs Stürmer Mike Hanke)
"Ich bin in Mönchengladbach als Spieler gestartet und groß geworden, hatte die Möglichkeit, ins Traineramt zu ziehen. Mönchengladbach ist meine Heimatstadt. Das ist kein normales Spiel für mich. Eine Konstellation wie in einem Drehbuch." (Bayern-Trainer Jupp Heynckes)
Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg (ab 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Die Situation:
Für Eintracht Frankfurt ist die Ausgangslage klar: Ein Sieg im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg, und die Teilnahme an der Europa League ist sicher. Im Falle einer Niederlage müssten die Hessen auf Schützenhilfe von Bayer Leverkusen gegen den HSV hoffen, ein Remis würde der Eintracht aufgrund des klar besseren Torverhältnisses gegenüber den Hamburgern höchstwahrscheinlich reichen. Wolfsburg dagegen steht mit 42 Zählern im Niemandsland der Tabelle und kann das letzte Saisonspiel entspannt angehen. Allerdings sollte Frankfurt gleich doppelt gewarnt sein: Der VfL ist nach Bayern und Dortmund das drittbeste Auswärtsteam der Saison, darüber hinaus haben die Wölfe am vergangenen Spieltag beim 3:3 gegen den BVB gezeigt, dass sie die Saison nicht locker ausklingen lassen.
Außerdem hat sich der VfL Wolfsburg zu einem echten Angstgegner für Frankfurt entwickelt. Zwar konnte die Eintracht zwei der letzten drei Duelle gewinnen, insgesamt haben die Hessen aber gegen keinen aktuellen Bundesligisten eine schlechtere Bilanz als gegen Wolfsburg (zwölf Niederlagen in 27 Begegnungen).
Theoretisch ist für die Eintracht, die nach Kaiserslautern 1997/98 der erste Aufsteiger wäre, der sich über die Liga für Europa qualifiziert, sogar noch die Champions-League-Qualifikation möglich. Dafür müssten sich Freiburg und Schalke Unentschieden trennen, sowie die Frankfurter ihr Spiel mit fünf Toren Differenz gewinnen.
Die Stimmen:
"Die Mannschaft hat in dieser Saison Tolles geleistet. Etwas Schöneres gibt es eigentlich nicht, dass wir als Aufsteiger am letzten Spieltag die Chance auf die Teilnahme an der Europa League haben. Im Prinzip können wir nur gewinnen." (Eintracht-Trainer Armin Veh)
"Wir fahren nicht dahin, um die Füße hochzulegen. Das Ziel ist klar: Wir wollen gewinnen." (VfL-Coach Dieter Hecking)
Hamburger SV - Bayer Leverkusen (ab 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Die Situation:
Durch den 4:1-Sieg in Hoffenheim hat der HSV trotz durchwachsener Rückrunde (sieben Siege, drei Remis, sechs Niederlagen) noch Chancen auf die Qualifikation zur Europa League. Zwei Zähler beträgt der Rückstand auf den Tabellensechsten Eintracht Frankfurt, neben einem Heimsieg gegen Bayer Leverkusen braucht der HSV also Schützenhilfe von Eintracht-Gegner Wolfsburg. Der Fokus bei den Hanseaten richtet sich aber auf das eigene Spiel und Trainer Thorsten Fink erreichten unter der Woche gute Nachrichten: Die angeschlagenen Rafael van der Vaart, Dennis Aogo und Petr Jiracek haben ihre Blessuren überwunden und stehen zur Verfügung.
Für Leverkusen, das seit sieben Bundesligaspielen gegen den HSV ungeschlagen ist (drei Siege, vier Remis) geht es tabellarisch um nichts mehr. Der dritte Platz und damit die direkte Champions-League-Qualifikation sind bereits gesichert, in Hamburg kann Bayer aber weiter an seiner starken Serie basteln: Seit sieben Spielen hat Leverkusen nicht mehr verloren, die letzten vier wurden bei insgesamt 11:1 Toren allesamt gewonnen. Allerdings geht es bei der Werkself noch um eine individuelle Trophäe: Stürmer Stefan Kießling (24 Saisontore) kämpft um die Torjägerkanone, in den letzten Spieltag geht er mit einem Tor Vorsprung auf Verfolger Robert Lewandowski.
Die Stimmen:
"Wir hoffen, dass Wolfsburg uns mit einem Sieg unter die Arme greift und wir uns mit ein bisschen Glück noch für die Europa League qualifizieren." (HSV-Torhüter Rene Adler)
"Natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn es klappt. Das wichtigste ist aber, dass wir mit dem Verein unser Ziel, die Champions League, erreicht haben. Noch die Chance zu haben, Torschützenkönig zu werden, nehme ich gerne mit." (Leverkusens Stürmer Stefan Kießling)
VfB Stuttgart - 1. FSV Mainz 05 (ab 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Die Situation:
Es ist eines von zwei tabellarisch absolut unbedeutenden Spielen am letzten Spieltag. Der VfB Stuttgart ist Elfter und kann, genau wie der einen Punkt und einen Platz dahinter liegende FSV Mainz 05 weder nach oben noch nach unten etwas gewinnen oder verlieren. Ohnehin steht für die Schwaben das eigentliche Saison-Highlight noch bevor: Am 1. Juni geht es im Finale des DFB-Pokals gegen den FC Bayern. Nach zwei enttäuschenden Spielen gegen den FC Augsburg (0:3) und Greuther Fürth (0:2) hat sich der VfB am vergangenen Spieltag wieder gefangen und mit dem 2:1-Sieg beim FC Schalke zurück in die Spur gefunden.
Ganz anders sieht das bei den Mainzern aus. Die Rheinhessen warten seit acht Spielen auf einen Sieg und konnten in der Liga nur eine ihrer letzten 14 Partien gewinnen (1:0 gegen Leverkusen). Dass sich das ausgerechnet in Stuttgart ändert, scheint wenig wahrscheinlich: Bei keinem anderen aktuellen Bundesligisten hat Mainz eine so schlechte Bilanz wie beim VfB und in den vergangenen fünf Duellen zwischen diesen beiden Teams gewann immer die Heimmannschaft. Sollte Stuttgart diese Serie nicht fortsetzen, stünde mit 18 oder 19 Heimpunkten ein neuer Vereinsnegativrekord. Ein Fragezeichen steht bei den Schwaben noch hinter den Einsätzen von Serdar Tasci und Christian Gentner, die beide erst am Donnerstag in das Mannschaftstraining einsteigen konnten.
Die Stimmen:
"Das ist unser letztes Saisonspiel und es ist unser primäres Ziel, dass wir uns mit einem Heimerfolg verabschieden. Schließlich ist es einfach schön, wenn man die letzte Partie gewinnt." (VfB-Trainer Bruno Labbadia)
"Das Ding ist leer. Es tut mir leid, wir sind ausgepresst bis zum Letzten. Es liegt nicht am Wollen. Die Mannschaft ist einfach am Anschlag - mental und körperlich." (FSV-Trainer Thomas Tuchel)
1. FC Nürnberg - SV Werder Bremen (ab 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Die Situation:
In Nürnberg steigt neben dem Auftritt der Mainzer beim VfB Stuttgart das zweite Spiel des letzten Spieltages, in dem es für kein Team mehr etwas zu gewinnen oder zu verlieren gibt. Für Werder, das seit dem vergangenen Wochenende auch rechnerisch gerettet ist, wird es in jedem Fall ein ungewöhnliches Spiel: Zum ersten Mal seit dem 11. Mai 1999 (1:0 gegen Schalke) wird nicht Thomas Schaaf, der seinen Posten bei Werder unter der Woche geräumt hat, das Team auf ein Pflichtspiel vorbereiten. Stattdessen werden die bisherigen Co-Trainer Wolfgang Rolff und Matthias Hönerbach die Mannschaft betreuen.
Das Spiel beim 1. FC Nürnberg ist für Werder also gleichzeitig der erste Schritt in Richtung Neuanfang. Beim Club könnte dieser durchaus von einem Erfolgserlebnis gekrönt sein: Seit fünf Heimspielen konnte Nürnberg gegen Bremen nicht mehr gewinnen. Allerdings gewann Bremen selbst nur eines seiner letzten fünf Spiele gegen Nürnberg, das wieder auf Per Nilsson (Zerrung) zurückgreifen kann. Die Einsätze von Mike Frantz und Hanno Balitsch sind derweil fraglich. Klar ist bereits, dass Nürnberg (derzeit 13.) die Saison vor Werder beenden wird. Bremen wird auf Rang 14 einlaufen, und damit so tief wie seit der Saison 1979/80 nicht mehr.
Die Stimmen:
"Dass Werder nun befreit aufspielen kann und die große Anspannung raus ist, kann gefährlich sein." (Nürnbergs Trainer Michael Wiesinger)
"Man kann es gar nicht realisieren. Thomas Schaaf und Werder Bremen nicht mehr vereint - das krieg' ich gar nicht rein in den Kopf." (Bremens Mittelfeldspieler Zlatko Junuzovic)
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