Drei Tage nach dem peinlichen 0:5 bei Tabellenführer Bayern München hat sich Fußball-Bundesligist Hannover 96 in allenfalls leicht ansteigender Form präsentiert. Die Niedersachsen kamen dank der Tore von Mame Diouf (4.) und Mario Eggimann (69.) zu einem mühevollen 2:0 (1:0) gegen Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth und untermauerten ihre Ansprüche auf eine erneute Qualifikation für den europäischen Wettbewerb allein durch das Resultat.
Die tapfer kämpfenden Franken warten nach der Niederlage hingegen schon seit knapp drei Monaten auf einen Sieg und rangieren folglich weiter im Tabellenkeller.
32.000 Zuschauer in Hannovers Arena erlebten die spektakulärsten Momente des ersten Durchgangs in den Anfangsminuten. Zunächst suchten die Gäste ihre Chance, doch Edgar Prib (2.) und der frühere Hannoveraner Gerald Asamoah (3.) verfehlten das 96-Tor jeweils knapp. Die Platzherren präsentierten sich hingegen kaltschnäuziger.
Nach einem sehenswerten Doppelpass zwischen Didier Ya Konan und Jan Schlaudraff kam der Ivorer zum Abschluss und Gäste-Keeper Max Grün ließ den Ball zu Seite prallen. Der dort lauernde Diouf staubte ab und erzielte sein viertes Saisontor.
Hannover im 25. Pflichtspiel der Saison ohne Frische
Es sollte die beste Kombination des Europa-League-Teilnehmers für lange Zeit bleiben. Trainer Mirko Slomka hatte seine Startformation nach dem Debakel in München nominell auf vier Positionen verändert. Im schon 25. Pflichtspiel der Saison fehlte es Hannover dennoch an Frische und Esprit. Immer wieder zog man sich weit zurück und überließ den Fürthern das Mittelfeld: Auch von den zu Beginn der Saison noch so explosiven 96-Kontern war nichts zu sehen.
"Wir wissen, dass wir gewinnen müssen und werden alles dafür tun", hatte Slomka vor der Partie versprochen. Seine Spieler setzten diese Vorgabe in manchen Phasen aber kaum um. Stattdessen witterten die Gäste Mitte der ersten Hälfte zunehmend ihre Chance und kombinierten phasenweise gefällig - Raumgewinn verbuchten sie dabei jedoch kaum. Einzig Asamoah kam vielversprechend zum Abschluss. 96-Torhüter Ron-Robert Zieler stellte sich der Chance des ehemaligen Nationalspieler aber erfolgreich entgegen (23.).
Diouf vergibt Doppelchance zum 2:0
Drei Minuten nach dem Seitenwechsel waren dann aber wieder die Platzherren am Zug. Schlaudraff setzte Diouf glänzend in Szene und der Senegalese scheiterte nacheinander an Grün und der Latte des Fürther Tores.
Die Franken waren nicht um eine Antwort verlegen: Zoltan Stieber zwang Zieler schon kurz darauf zu einer Glanzparade (50.). Auch in der Folgezeit waren die Gäste über weite Strecken die aktivere Mannschaft. Allerdings konnte das spielerische Niveau des Aufsteigers mit der eigenen kämpferischen Klasse nicht mithalten. So hatte Hannover die besseren Möglichkeiten. Nachdem Eggimann das Fürther Tor nach gut einer Stunde noch knapp verfehlt hatte (61.), machte es der Schweizer bei seinem zweiten Versuch besser und köpfte nach einer Freistoß-Hereingabe von Schlaudraff das 2:0.
Hannover - Fürth: Daten zum Spiel
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