Der 33. Spieltag in der Bundesliga verspricht Dramatik und könnte bereits erste Entscheidungen liefern. Der Hamburger SV muss einen frustrierten FC Bayern schlagen und hat wenig Hoffnung. Braunschweig und Nürnberg könnten am HSV vorbeiziehen, während am anderen Ende der Tabelle Wolfsburg und Leverkusen um den vierten Platz kämpfen. Zwischen Gladbach und Mainz steigt außerdem das EL-Duell, Schalke will gegen Freiburg einen weiteren Schritt Richtung CL machen.
Eintracht Braunschweig - FC Augsburg (Sa., 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Das sagen die Beteiligten:
Mirko Boland (Braunschweig): "Ans Aufgeben werden wir niemals denken, solange es rechnerisch möglich ist."
Markus Weinzierl (Augsburg): "Wir sind stolz auf diese Mannschaft und werden in den restlichen Spielen alles geben, um so viele Punkte wie möglich zu holen."
Personal:
Bei Braunschweig fehlen: Elabdellaoui (muskuläre Probleme), Washausen, G. Korte (beide Kreuzbandriss), Perthel (nicht berücksichtigt)
Bei Augsburg fehlen: Moravek (Muskelsehneneinriss), Ottl (Adduktorenprobleme)
Darum geht's:
Für Braunschweig könnte es schon die letzte Chance auf den Klassenerhalt sein. Sollte der HSV den FC Bayern schlagen und die Eintracht gleichzeitig nicht gewinnen, stünde der Abstieg fest. Auch ein Nürnberger Sieg bei eigener Niederlage wäre für die Löwen gleichbedeutend mit dem direkten Wiederabstieg.
Umgekehrt könnte Braunschweig aber, sollten die Konkurrenten verlieren, mit einem Sieg bis auf den Relegationsplatz springen. Augsburg kämpft indes noch um die Mini-Chance auf die Europa-League. Vier Punkte steht der FCA hinter dem Siebten Mainz, braucht also seinerseits zwei Siege und gleichzeitig zwei Mainzer Ausrutscher.
Die OPTA-Facts zum Spiel:
- Braunschweig hat zuhause nur eines der letzten sechs Spiele verloren (drei Siege, zwei Remis). 18 ihrer 25 Punkte holten die Löwen im heimischen Stadion.
- Gegen Augsburg wartet Braunschweig aber noch auf den ersten Pflichtspiel-Sieg. In fünf Duellen gab es drei Niederlagen und zwei Unentschieden mit insgesamt nur zwei Eintracht-Treffern.
- Von 37 Bundesliga-Klubs, die nach 32 Spielen 25 oder weniger Punkte hatten, gelang nur einem einzigen der Klassenerhalt: Dem FC Homburg 1986/87 über die Relegation.
- Braunschweig hat die letzten drei Spiele allesamt mit 0:2 verloren. Die Eintracht stellt ligaweit den schwächsten Sturm (28 Treffer), Augsburg hat in der oberen Tabellenhälfte die harmloseste Offensive (44 Tore).
SV Werder Bremen - Hertha BSC (Sa., 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Das sagen die Beteiligten:
Robin Dutt (Bremen): "Es kann schon einen offenen Schlagabtausch geben. Die Saison war schwierig, aber jetzt wollen wir schon nahe an die 40 Punkte kommen. Wir haben aus unserer Sicht noch ein sehr wichtiges Spiel vor uns, in dem es um mehr als drei Punkte geht. Es geht um sehr viel Geld."
Jos Luhukay (Berlin, über die Qual der Wahl im Sturm): "Adrian konnte zwei Wochen nicht trainiere, Sandro war bei 100 Prozent und hat seine Sache gut gemacht. Es gibt noch keine Entscheidung."
Personal:
Bei Bremen fehlen: Obraniak (Wadenverletzung), Öz. Yildirim (Leisten-OP), von Haacke (Knie-OP), Strebinger, C. Röcker, Aycicek, A. Stevanovic, P. Stevanovic, (alle nicht berücksichtigt)
Bei Berlin fehlen: Cigerci (Fußprellung), Lustenberger (Muskelfaserriss), Gersbeck (Handbruch), Baumjohann (Kniereizung), Franz, Kluge (beide U 23), Burchert, Sprint (beide nicht berücksichtigt)
Darum geht's:
Tabellarisch um, kurz gesagt, nichts. Beide Teams haben den Klassenerhalt bereits geschafft und können das Saisonfinale etwas entspannter angehen. Dennoch dürfte es für Werder-Fans emotional werden: Zum einen steht das letzte Werder-Heimspiel von Aaron Hunt an, darüber hinaus werden im Rahmen der Partie die Double-Gewinner von 2004 um Trainer Thomas Schaaf anlässlich des zehnjährigen Jubiläums geehrt.
Die OPTA-Facts zum Spiel:
- Nach acht Pleiten in neun direkten Duellen gegen Werder gewannen die Berliner die letzten beiden Aufeinandertreffen. In den letzten fünf Auswärtsspielen in Bremen setzte es für die Hertha aber fünf Pleiten.
- Nur gegen Bayern (33) kassierte der Hauptstadt-Klub mehr Bundesliga-Niederlagen als gegen Werder (31).
- Bremen hat nur eines der letzten sechs Heimspiele gewonnen, wartet aber, genau wie Hamburg und Nürnberg, in dieser Saison noch auf zwei Heimsiege hintereinander.
- In der Rückrunde holte nur der HSV (11) weniger Punkte als die Hertha (13). Auswärts holten die Berliner aus den letzten fünf Spielen nur zwei Punkte, obwohl sie nach dem 22. Spieltag noch Dritter der Auswärtstabelle waren.
- Die letzten drei Werder-Tore fielen alle nach Kontern. In der Rückrunde traf nur Leverkusen häufiger nach Gegenstößen (fünf Mal) als die Bremer (vier Mal), während die Hertha nach Hoffenheim (7) die zweitmeisten Konter-Gegentore (4) kassierte.
Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim (Sa., 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Das sagen die Beteiligten:
Jürgen Klopp (Dortmund, über das letzte BVB-Heimspiel von Lewandowski): "Wir haben einen Superstürmer verpflichtet und er geht als Weltklassestürmer. Er ist das Paradebeispiel für Scouting und Geduld."
Markus Gisdol (Hoffenheim): "Wir spielen die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte. Und das wollen wir noch mit ein paar Punkten ausbauen."
Personal:
Bei Dortmund fehlen: Kirch, Sarr (beide Rachenentzündung), S. Bender (Schambeinentzündung), Subotic, Blaszczykowski (beide Kreuzbandriss), Gündogan (Nervenwurzelentzündung), Kehl (Muskelfaserriss), Duksch, Alomerovic (beide BVB II)
Bei Hoffenheim fehlen: Casteels (Schienbeinbruch), Modeste (Rotsperre), Schipplock (Nervenentzündung), Vukcevic (Reha), Braafheid (U 23), Wiese (freigestellt), Paterok, Romario (beide nicht berücksichtigt)
Darum geht's:
Rechnerisch um nichts mehr. Dortmund wird in jedem Fall zum vierten Mal hintereinander eine Bundesliga-Saison auf einem der ersten beiden Plätze abschließen, was dem BVB zuvor noch nie gelang. Schalke kann die Dortmunder vor dem letzten Heimspiel von Stürmer Robert Lewandowski nicht mehr einholen. Hoffenheim auf der anderen Seite liegt im Mittelfeld der Tabelle und kann bestenfalls noch Achter werden.
Die OPTA-Facts zum Spiel:
- Hoffenheim ist der einzige aktuelle Bundesligist, gegen den Dortmund keine positive Heimbilanz hat (je ein Sieg sowie drei Unentschieden).
- Dortmund ist seit sieben Bundesligaspielen ungeschlagen, die aktuell längste Serie der Liga. Allerdings: Vier der letzten fünf Bundesliga-Niederlagen setzte es für den BVB im eigenen Stadion.
- Hoffenheim auf der anderen Seite konnte nur eines seiner letzten neun Auswärtsspiele gewinnen (vier Remis, vier Niederlagen): Das 3:2 in Leverkusen am 26. Spieltag.
- Seit fast 14 Monaten (3:0 bei Greuther Fürth am 9. März 2013) konnte Hoffenheim auswärts nicht mehr zu Null spielen. Im Schnitt kassierten die Kraichgauer auswärts seitdem 2,3 Tore pro Spiel.
- Marco Reus ist in Topform: Der BVB-Offensivmann war an 16 der letzten 19 Dortmunder Pflichtspieltreffer direkt beteiligt (84 Prozent). In den letzten sechs Pflichtspielen war er immer an zwei Toren direkt beteiligt.
Seite 1: u.a. Dortmund - Hoffenheim
Seite 2: u.a. Hamburg - Bayern
Seite 3: u.a. Nürnberg - Hannover
Eintracht Frankfurt - Bayer Leverkusen (Sa., 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Das sagen die Beteiligten:
Armin Veh (Frankfurt, in der "Bild" über sein letztes Heimspiel als Eintracht-Coach): "Die Mannschaft, der ganze Verein sind mir ans Herz gewachsen. Ich habe mich mit allen verstanden und mich unheimlich wohl gefühlt. Es gab immer Situationen in der Rückrunde, in denen alles hätte kippen können, aber Angst hatte ich nicht."
Sascha Lewandowski (Leverkusen, angesichts des 2:2 gegen Dortmund): "Der Punkt nach einem richtig guten Spiel bringt uns aber auch nicht richtig weiter. Deshalb müssen wir in den letzten beiden Spielen noch mal alles raushauen."
Personal:
Bei Frankfurt fehlen: S. Jung (Wadenverhärtung), Barnetta (Muskelfaserriss), Flum (Schulterbandriss), Kittel (Knie-OP), Rode (Knorpelschaden im Knie), Anderson (Reha), A. Özer (nicht berücksichtigt)
Bei Leverkusen fehlen: Kießling (Muskelfaserriss), Sam (Muskelprobleme), Reinartz (Waden-OP), Hegeler, R. Kruse (beide Aufbautraining), Stafylidis (nicht berücksichtigt)
Darum geht's:
Die Eintracht ist mittlerweile auch rechnerisch gerettet und kann für die dritte Bundesliga-Saison in Folge und die Zeit nach Trainer Armin Veh planen. Leverkusen dagegen kämpft noch um die großen Gelder: Nur einen Punkt Vorsprung hat die Werkself auf Wolfsburg und braucht somit noch zwei Siege, um die CL-Qualifikation aus eigener Kraft zu schaffen. Sollte Schalke (drei Zähler davor) noch patzen, wäre sogar die direkte CL-Quali noch drin.
Die OPTA-Facts zum Spiel:
- Frankfurt und Leverkusen treffen sich zum 58. Mal in der Bundesliga. Torlos endete dieses Duell noch nie, im Schnitt fielen 3,1 Treffer pro Spiel.
- Leverkusen ist seit elf Bundesligaspielen unter Trainer Sascha Lewandowski ungeschlagen (acht Siege, drei Remis).
- Frankfurt hat in der Rückrunde jetzt schon sechs Punkte mehr geholt (21) als in der kompletten Hinrunde (15).
- Bayer spielte in den letzten zwölf Ligaspielen nie zu Null. Das ist für die Werkself die längste Serie seit der Saison 2008/09 (damals sogar 14 Partien).
- Frankfurts Kevin Trapp parierte in dieser Saison schon drei Elfmeter, zudem schoss Stuttgarts Vedad Ibisevic gegen Trapp am Tor vorbei. Ligaweit hielt nur Leverkusens Bernd Leno mehr Strafstöße (5).
Hamburger SV - FC Bayern München (Sa., 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Das sagen die Beteiligten:
Mirko Slomka (Hamburg): "Ein Punkt für uns wäre eine Überraschung - ein Sieg eine Sensation. Vielleicht schaffen wir es, eine Art Dortmund-Feeling zu schaffen (der HSV gewann 3:0, d. Red.). Eine total fanatische Atmosphäre. Wir benötigen einen totalen Laufaufwand, große Leidenschaft. Wir werden permanent über die Ergebnisse der Konkurrenten informiert sein."
Pep Guardiola (Bayern): "Die letzte Periode in der Bundesliga, nach Berlin, war kompliziert. Wir haben ohne Ziel gespielt, vielleicht war das ein Problem. Real Madrid war ein komplett anderes Spiel. Und Hamburg und Stuttgart sind jetzt eine gute Vorbereitung auf das Finale in Berlin. Der HSV spielt um alles."
Personal:
Bei Hamburg fehlen: Arslan (10. Gelbe Karte), Lasogga (Aufbautraining), Zoua (Oberschenkelzerrung), Djourou (Muskelfaserriss), Lam (Schambeinentzündung), L. Sobiech (Sprunggelenkprobleme), Beister, Rajkovic (beide Kreuzbandriss), Neuhaus, Stritzel, Steinmann, Nafiu (alle nicht berücksichtigt)
Bei Bayern fehlen: Rafinha (Rotsperre), Shaqiri (Lauftraining nach Muskelfaserriss), Thiago (Lauftraining nach Innenbandteilriss), Badstuber (Aufbautraining), Starke (Ellbogen-OP), Weihrauch (nicht berücksichtigt)
Darum geht's:
Für den HSV schon um fast alles. Da die Keller-Konkurrenten Braunschweig (gegen Augsburg) und Nürnberg (gegen Hannover) durchaus punkten könnten, braucht der HSV zuhause gegen die Münchner mindestens ein Remis, um nicht im schlimmsten Fall bis auf den letzten Platz durchgereicht zu werden.
Bei Bayern steht dagegen die Frage, wie das Team die 0:4-Klatsche gegen Real verarbeitet hat. Guardiola zeigte sich in einer PK am Freitag selbstbewusst und will an seinem System festhalten, zunächst geht es für die Münchner aber darum, vor dem DFB-Pokalfinale gegen die Spannung wieder aufzubauen. Darüber hinaus würde ein Ausrutscher in dieser pikanten Phase kein gutes Licht auf die Mannschaft werfen. Allerdings: Das BL-Spiel nach einem Europapokal-Aus hat Bayern letztmals 1996 verloren.
Die OPTA-Facts zum Spiel:
- Die letzten vier Pflichtspielduelle gegen Bayern verlor der HSV, bei insgesamt 3:20 Toren. Mit 68 Gegentoren sind die Rothosen aktuell die Schießbude der Liga und haben bereits jetzt den vereinsinternen Negativrekord aus der Saison 1987/88 eingestellt.
- Aus den letzten sieben Spielen holte Hamburg nur vier Punkte und verlor die letzten drei Spiele allesamt. Der HSV kann schon jetzt nicht mehr den eigenen Punkte-Tiefstwert (36 Zähler, 2011/12) erreichen.
- Bayern braucht noch einen Treffer, um Bremens Rekord für die meisten Auswärtstore in einer Bundesliga-Saison einzustellen (43 in der Saison 2006/07).
- Ein weiterer Kopfball-Treffer würde außerdem einen neuen Ligarekord seit der Datenerfassung 2001/02 bedeuten (aktuell mit 21 Toren gleichauf mit Bochum und Schalke).
- HSV-Keeper verschuldete bereits sieben Gegentore in dieser Saison. Das ist, seit Erfassung dieser Daten (2007/08) Bundesliga-Negativrekord.
Borussia Mönchengladbach - 1. FSV Mainz 05 (Sa., 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Das sagen die Beteiligten:
Lucien Favre (Gladbach): "Zwischen Platz vier und sieben ist noch alles möglich. Für uns gibt es deshalb noch zwei Endspiele. Mainz ist sehr, sehr unangenehm. Sie spielen diese Saison hervorragend, sind extrem flexibel."
Thomas Tuchel (Mainz): "Die spielen ohne echten Mittelstürmer. Kruse und Rafael kommen über die Außen, sind sehr gefährlich. Wir haben uns schon im Hinspiel schwer getan. Am Ende war es trotz eines wahnsinnigen Aufwandes nur ein 0:0. Die defensiven Abläufe müssen sitzen."
Personal:
Bei Gladbach fehlen: Mero (nicht berücksichtigt)
Bei Mainz fehlen: Baumgartlinger, Schahin (beide Trainingsrückstand), N. Müller, Park (beide Reha), H. Müller (nicht berücksichtigt)
Darum geht's:
Es ist das Duell um die direkte EL-Qualifikation. Gewinnt Gladbach, hätte die Borussia den sechsten Platz sicher. Falls Mainz gewinnt, gehen die Rheinhessen mit einem Punkt Vorsprung auf Gladbach in den letzten Spieltag. Während der Siebte in die EL-Quali Ende Juli muss, ist der Sechste direkt für die Europa League qualifiziert.
Die Gladbacher könnten mit einem Sieg sogar nochmal nach oben schielen. Drei Punkte steht das Favre-Team hinter dem Vierten Leverkusen. In dem Fall könnte außerdem Augsburg bis auf einen Zähler an Mainz ran kommen.
Die OPTA-Facts zum Spiel:
- Gladbach hat keines der letzten fünf Bundesligaspiele gegen Mainz verloren (vier Siege). Darüber hinaus verloren die Rheinhessen ihre letzten drei Auswärtsspiele und kassierten dabei im Schnitt drei Gegentreffer pro Spiel.
- Die elf Weißen Westen der Mainzer werden nur von Bayern (16) und Schalke (13) übertroffen.
- Neun der letzten elf Mainzer Treffer fielen vor der Pause. In den ersten 26 Saisonspielen schafften die 05er nur zehn Treffer vor dem Seitenwechsel.
- Auf Schalke beging Gladbach am vergangenen Wochenende nur ein Foul. Seit Beginn der detaillierten Datenerfassung durch Opta 2004/05 gab es das nie zuvor in einem Bundesliga-Spiel. Das einzige Foul beging Roel Brouwers in der 90. Minute.
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1. FC Nürnberg - Hannover 96 (Sa., 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Das sagen die Beteiligten:
Mike Frantz (Nürnberg): "Wir haben gegen Hannover das absolute Endspiel. In diesem Spiel muss jeder für sich sagen: Ich werde alles rein schmeißen und das Herz in die Hand nehmen. Wenn wir nicht an die letzte Chance glauben, können wir den Laden zusperren."
Tayfun Korkut (Hannover, angesichts des gesicherten Klassenerhalts): "Es ist noch nicht alles erledigt."
Personal:
Bei Nürnberg fehlen: Gebhart (Adduktorenprobleme), Hasebe (Knie-OP), Ginczek (Kreuzbandriss), Uphoff (nicht berücksichtigt)
Bei Hannover fehlen: Marcelo (5. Gelbe Karte), Hoffmann (Rotsperre), Ya Konan (Oberschenkelzerrung), Sakai (Knieprobleme), M. Diouf (Schulter-OP), A. Sobiech, Miller (beide Knie-OP), Felipe (Trainingsrückstand), Cherundolo (Karriereende), A. Kasumovic, Fuhry, Schulz (alle nicht berücksichtigt)
Darum geht's:
Sollte der HSV Bayern schlagen und Nürnberg verlieren, wäre der Club abgestiegen. Selbst ein Remis wäre wohl zu wenig. Gleichzeitig können sich die Franken aber an Hamburg vorbeischieben und so als 16. in den letzten Spieltag gehen. Hannover dagegen ist seit der vergangenen Woche gerettet, die letzten Partien sind somit angesichts der Verletztenliste vor allem für Spieler aus der zweiten Reihe eine Bewährungschance.
Die OPTA-Facts zum Spiel:
- Im Hinspiel verspielte Nürnberg erstmals in seiner Bundesliga-Geschichte einen 3-Tore-Vorsprung (3:3). Damit ist Hannover seit sechs Spielen gegen den Club unbesiegt (vier Siege).
- Nürnberg verlor neun der letzten zehn Spiele (ein Sieg) und die letzten fünf Partien allesamt. Mehr Pleiten in Folge gab es für die Franken zuletzt vor 30 Jahren.
- Der Club kassierte bereits 24 Gegentore nach Standards, Ligahöchstwert und schon mehr als doppelt so viele wie in der kompletten Vorsaison (11).
- Hannover holte unter Tayfon Korkut zehn Punkte aus acht Auswärtsspielen. Das sind genauso viele wie in den letzten 24 Auswärtsspielen unter Korkuts Vorgänger Mirko Slomka.
VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg (Sa., 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Das sagen die Beteiligten:
Huub Stevens (Stuttgart): "Die Situation ist die gleiche. Wir haben es noch nicht gepackt. Wir müssen punkten, so einfach ist das. Wenn einer denkt, dass es mit einem Prozent weniger geht, dann schaffst du das nicht."
Klaus Allofs (Wolfsburg, über den Kampf um die CL-Plätze): "Wir werden weiter alles versuchen, aber es liegt halt nicht in unserer Hand. Unser Saisonziel haben wir erreicht."
Personal:
Bei Stuttgart fehlen: Khedira (Muskelfaserriss), Rojas, Sararer (beide Trainingsrückstand), Funk (Jochbeinbruch und U 23), Vlachodimos (U 23)
Bei Wolfsburg fehlen: Junior Malanda (Innenbandanriss), Dost (Knöchelprobleme), Sprenger, Scheidhauer, Thoelke (alle nicht berücksichtigt)
Darum geht's:
Rechnerisch ist der VfB noch nicht gerettet, mit einem Sieg am Samstag wären aber auch letzte Zweifel beseitigt. Sollten der HSV und Nürnberg zeitgleich nicht gewinnen, wären die Schwaben ohnehin durch. Wolfsburg braucht allerdings noch zwei Siege, um die Chance, Leverkusen vom vierten Platz zu verdrängen, aufrecht zu erhalten.
Durch das 2:2 zuhause gegen Freiburg haben die Wölfe die große Gelegenheit, an der Werkself vorbeizuziehen, verpasst. Dennoch ist bei einem Punkt Rückstand noch alles drin. Darüber hinaus kehren mit Diego Benaglio und Luiz Gustavo zwei Stammkräfte zurück.
Die OPTA-Facts zum Spiel:
- Stuttgart verlor die letzten drei Spiele gegen Wolfsburg, verlor allerdings nur eines der letzten 13 Bundesliga-Heimspiele gegen die Wölfe.
- Aus den letzten vier Spielen holte Stuttgart acht Punkte, nur der BVB war hier besser (zehn Zähler). Außerdem stellten die Schwaben in diesem Zeitraum die beste Defensive (zwei Gegentore).
- Unter Huub Stevens stand beim VfB bereits öfter die Null (drei Mal) als in den 24 Saisonspielen zuvor (zwei Mal).
- Wolfsburg verlor nur eines der letzten acht Bundesligaspiele (vier Siege, drei Remis) und wird erstmals seit der Saison 2009/10 in jedem Fall in der kommenden Saison im Europapokal spielen.
SC Freiburg - FC Schalke 04 (Sa., 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)
Das sagen die Beteiligten:
Christian Streich (Freiburg): "Die Jungs haben die Marschroute hervorragend umgesetzt. Ich bin ein bisschen stolz darauf, was die Mannschaft in den letzten Monaten geleistet hat."
Jens Keller (Schalke, über den Kampf um die CL-Plätze): "Wir wollen nicht wieder Qualifikationsspiele bestreiten müssen. wir haben alles selbst in der Hand und werden den dritten Platz behalten. Wir sind uns bewusst, dass Freiburg nicht locker spielen wird. Das ist nicht das Naturell von Trainer Christian Streich."
Personal:
Bei Freiburg fehlen: Mujdza, Pilar (beide Aufbautraining), Zuck, Jullien (beide nicht berücksichtigt)
Bei Schalke fehlen: Kolasinac (5. Gelbe Karte), Farfan (allergische Reaktion), K. Papadopoulos (Schulter ausgekugelt), Uchida (Sehnenverletzung), Fuchs (Meniskus-OP), Clemens (Schambeinentzündung), Avdijaj (Leisten-OP), Aogo (Kreuzbandriss), Klingenburg (nicht berücksichtigt)
Darum geht's:
Schalke muss bei drei Zählern Vorsprung auf den Vierten Leverkusen noch zwei Mal gewinnen, um aus eigener Kraft sicher in die Champions League einzuziehen. Sollte Bayer zeitgleich verlieren, würde schon ein Remis gegen den Sportclub reichen. Freiburg dagegen ist seit der HSV-Niederlage am vergangenen Wochenende gerettet. Zuhause waren die Breisgauer zuletzt aber stark und können jetzt befreit aufspielen.
Die OPTA-Facts zum Spiel:
- Schalke konnte fünf der letzten sieben Duelle gegen den Sportclub gewinnen (zwei Niederlagen). Freiburg gewann nur eines der letzten fünf Heimspiele gegen Schalke (drei Niederlagen).
- Freiburg holte aus den letzten acht Spielen die meisten Punkte (17, wie Dortmund) und erzielte dabei die meisten Tore (19). Die letzten vier Heimspiele gewannen die Breisgauer allesamt, das gab es seit 2001 nicht mehr.
- Schalke hat die letzten beiden Spiele verloren. Mehr Niederlagen in Folge gab es zuletzt von April bis August 2011 (5).
- Julian Draxler kann in Freiburg zum jüngsten Bundesliga-Spieler aller Zeiten mit 100 Ligaeinsätzen werden. Er wäre gut vier Monate jünger als der aktuelle Rekordhalter Charly Körbel.
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Der 33. Spieltag im Überblick
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