RB Leipzig setzt auf Internationalisierung und Digitalisierung
RB Leipzig will in Zukunft alle Aspekte des derzeitigen Konstrukts optimieren und wirft zudem einen Blick auf den internationalen sowie digitalen Markt. Im Interview mit Bild verrät Geschäftsführer Oliver Mintzlaff konkrete Pläne.
Zunächst sollen aber vorhandene Einnahmequellen gesteigert werden. Derzeit habe man 35 Partner. "Aber auch da sehen wir, genauso wie im Bereich Ticketing, noch Potenzial. Das Stadion soll ausgebaut werden und wir wollen durch erfolgreichen Fußball in der TV-Wertung weiter nach oben klettern. Da ist vieles noch nicht ausgeschöpft."
Was neue Bereiche betrifft, seien Internationalisierung und Digitalisierung die Zugpferde. Es gebe einen Dreijahresplan, in dem neue Mitarbeiter im Digitalbereich eingestellt werden sollen, um im ersten Schritt die Klub-App auf Vordermann zu bringen: "Es geht darum, den Fan mit dem Stadion und dem Verein zu verknüpfen. Wir wollen einen noch größeren Austausch mit den Fans und insgesamt mehr Interaktion."
International liege der Fokus derweil auf China, Indien und den USA, wo Mintzlaff "sportliche und wirtschaftliche Ansatzpunkte" sehe. Auch hier werde RB "viel Energie und Personal in das Thema stecken."
RB Leipzig: Weitere Darlehen nicht ausgeschlossen
Was die allgemein vermutete finanzielle Abhängigkeit von Sponsor Red Bull betrifft, betonte Mintzlaff derweil, dass man finanziell trotz des Darlehens in Höhe von 80 Millionen Euro von 2016 auf eigenen Beinen stehe: "Grundsätzlich tun wir das jetzt schon, denn wir sind - seit unserer Gründung - bis jetzt jedes Jahr profitabel und machen einen Jahresüberschuss."
Und nebenbei sei es "in der heutigen Fußballwelt grundsätzlich nicht unüblich, Spieler über Darlehen zu finanzieren." Weshalb Mintzlaff ein zukünftiges Darlehen auch nicht ausschließen wolle.
13 Spieler von RB Leipzig auf Länderspielreise
Gleich 13 Spieler muss Leipzig über die kommenden zwei Wochen an Nationalteams abstellen. Mehr wären allerdings möglich gewesen, doch mit Emil Forsberg und Marcelo Saracchi sind zwei weitere Nationalspieler derzeit verletzt und hatten schon frühzeitig ihre Teilnahmen abgesagt. Kevin Kampl ist aus der slowenischen Nationalmannschaft zurückgetreten und Marcel Sabitzer hat sich im Spiel gegen Leverkusen einen Muskelfaserriss zugezogen.
Das heißt auch, dass neun Profis in Leipzig bleiben und Konditionstraining absolvieren werden. "Es geht in erster Linie darum zu schauen, dass wir mit diesen Spielern Entwicklungsarbeit betreiben, sowohl konditionell als auch technisch-taktisch" sagte Trainer Ralf Rangnick laut RB live.
RB Leipzig: Die abgestellten Nationalspieler
Spieler | Nation | Gegner |
Timo Werner | Deutschland | Russland, Niederlande |
Lukas Klostermann | Deutschland (U21) | Niederlande, Italien |
Julian Krahl | Deutschland (U19) | Portugal, Niederlande, Armenien |
Stefan Ilsanker | Österreich | Bosnien-Herzegowina, Nordirland |
Konrad Laimer | Österreich | Bosnien-Herzegowina, Nordirland |
Bruma | Portugal | Italien, Polen |
Willi Orban | Ungarn | Estland, Finnland |
Peter Gulacsi | Ungarn | Estland, Finnland |
Yussuf Poulsen | Dänemark | Wales, Irland |
Yvon Mvogo | Schweiz | Katar, Belgien |
Nordi Mukiele | Frankreich (U21) | Kroatian, Spanien |
Dayot Upamecano | Frankreich (U21) | Kroatien, Spanien |
Matheus Cunha | Brasilien (U21) | Kolumbien (2 Spiele) |
Nationalspieler Timo Werner auf der DFB-Pressekonferenz
Stürmer Timo Werner wird am Dienstag auf der Pressekonferenz des DFB in Leipzig Rede und Antwort stehen. Für Werner ist das Freundschafts-Länderspiel gegen Russland am Donnerstag ein Heimspiel, findet es doch in der Red Bull Arena statt.
Zu sehen gibt es die Pressekonferenz ab 13.45 Uhr im Livestream auf DFB-TV.