Koch wird in der Hauptstadt zwar außerdem auch über 100 m Brust antreten, bei den nationalen Titelkämpfen diene das aber lediglich "zum Aufwärmen", wie er sagte. Mit 2:07,69 Minuten führt Koch aktuell deutlich die Weltjahresbestenliste an. "Aber da wird schon noch Einiges kommen. Es ist eigentlich egal, wie es momentan steht. Jeder, der in Rio im Finale steht, kann eine Medaille gewinnen", sagte Koch.
Trotzdem geht der Hesse in Rio als Goldfavorit ins Becken. Zweimal ist er in diesem Jahr bereits schneller geschwommen als bei seinem WM-Triumph im vergangenen Sommer in Kasan. Doch für Olympia-Gold muss er noch schneller sein, vielleicht sogar den Weltrekord (2:07,01 Minuten) knacken. "Aber wenn ich Gold hole, könnte ich auch damit leben, wenn ich nicht Weltrekord schwimme", sagte der einzige aktuelle deutsche Schwimm-Weltmeister.
Ein weiterer Start in Brasilien wäre neben den 200 m Brust höchstens noch in der deutschen Lagenstaffel denkbar. Darüber wird aber kurzfristig entschieden. In wenigen Tagen wird Koch außerdem als einer der wenigen Topathleten bei der EM in London (9. bis 21. Mai) antreten. "Das ist aber nichts anderes als ein weiterer Testlauf. Ich lege dort nicht großartig wert auf die Zeit", sagte er.