Greek Freak schockt NY - Schröder stark

SPOX
05. Januar 201711:35
Giannis Antetokounmpo traf für die Milwaukee Bucks den Gamewinnergetty
Werbung

Giannis Antetokounmpo schockt die New York Knicks und gewinnt das Spiel für Milwaukee mit dem Buzzer. Dennis Schröder überzeugt in Orlando beim Sieg der Hawks. Boogie erwischt eine Off-Night und die Warriors gewinnen einen munteren Shootout gegen die Blazers.

Charlotte Hornets (20-16) - Oklahoma City Thunder (21-15) 123:112 (BOXSCORE)

14 Punkte von Nicolas Batum im Schlussabschnitt sicherten den Hornets den Sieg über die Thunder. Zuvor war es in North Carolina eine ausgeglichene, aber auch hitzige Angelegenheit. Satte 49 Freiwürfe durfte Charlotte nehmen - der Grundstein für den Erfolg.

Batum (28 Punkte) durfte allein 15 werfen, unter anderem wurde der Franzose zweimal beim Dreier gefoult. "Das ist nicht einfach. Manchmal klappt es und manchmal endet es in einem sehr hässlichen Wurf", so Batum nach der Partie. Auch Kemba Walker erhielt 9 Freebies, die er alle versenkte und kam am Ende auf 20 Punkte und 9 Assists.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand aber natürlich erneut Russell Westbrook. Der Star der Thunder erzielte 33 Punkte, schnappte sich 15 Rebounds und verteilte 8 Assists. Die meiste Zeit wurde er dabei von Michael Kidd-Gilchrist verteidigt, der für seinen Einsatz ein Lob von Coach Steve Clifford erhielt: "Er hat kaum leichte Würfe bekommen. Ich denke, Mike hat seine Aufgabe mit großer Disziplin gelöst."

Die NBA live bei SPOX! Alle Spiele im LIVESTREAM-Kalender

In der Tat benötigte Russ 31 Würfe für 33 Punkte. Für Aufregung sorgte Westbrook außerdem, als er in einer Auszeit einem Referee den Ball an den Kopf warf. Dies geschah wohl unbeabsichtigt, doch ein Technical kassierte er dennoch.

Steven Adams (18 Zähler, 12 Rebounds) und Enes Kanter (22 und 8) spielten gewohnt effizient (zusammen 16/23 FG). Allerdings erzielte neben diesem Trio nur Victor Oladipo mehr als 10 Punkte (18), der Rest des Teams blieb blass.

Orlando Magic (16-21) - Atlanta Hawks (19-16) 92:111 (BOXSCORE)

131 Punkte kassierten die Hawks beim letzten Aufeinandertreffen mit Orlando. Dies sollte sich nicht wiederholen wie Dennis Schröder nach der Partie zugab: "Klar, wir hatten das im Hinterkopf. Deswegen haben wir sie vom Anfang bis zum Ende unter Druck gesetzt." Der Braunschweiger hatte daran natürlich auch seinen Anteil.

Orlando führte zwar nach dem ersten Viertel mit drei Punkten, doch dann kam Atlanta ins Rollen. Die Magic hatten auf die schnellen Guards der Hawks keine Antwort. Schröder war mit 18 Punkten Topscorer seiner Farben. Garniert wurde seine Vorstellung mit 6 Rebounds, 7 Assists und einer guten Quote aus dem Feld (7/13 FG).

Nur einen Zähler weniger generierte Kent Bazemore. Der Glue Guy der Hawks war zuletzt in einem Slump, doch in Orlando zeigte er sich deutlich verbessert und traf unter anderem jeden seiner drei Triples. Eine Erklärung hatte Baze dafür auch parat: "Meine Mutter schrieb mir und meinte, dass ich wieder mit Stirnband spielen solle." Dies tat er dann auch - mit Erfolg, wie sich herausstellte.

Insgesamt erreichten sechs Hawks Double Digits, als Team warf man 54 Prozent und auch der zuletzt so inkonstante Dreier fiel (10/19 von Downtown).

Das konnte man von Orlando nicht behaupten. Trotz der Rückkehr von Topscorer Evan Fournier (14 Punkte) lief im Angriff wenig zusammen. Aaron Gordon war mit 15 Zählern (dazu 10 Rebounds) noch fleißigster Punktesammler, während bei Serge Ibaka kaum etwas fallen wollte (9 Punkte, 4/13 FG, 0/4 Dreier).

New York Knicks (16-19) - Milwaukee Bucks (18-16) 104:105 (BOXSCORE)

Die Art und Weise wie die Knicks diese Partie verloren, passte absolut zu den letzten Wochen. Mit 14 Punkten führte man bereits im vierten Viertel und auch 8 Sekunden vor dem Ende hatte man beim Stand von 104:103 den Ball. Derrick Rose verlor diesen aber beim Einwurf und nach Review bekamen die Bucks den Spalding zugesprochen.

Dieser wanderte zu Giannis Antetokounmpo in den Post, der dort gut von Lance Thomas verteidigt wurde. In der letzten Sekunde setzte der Greek Freak an der Freiwurflinie zum Fadeaway und traf. Milwaukee durfte jubeln, die Knicks gingen zum sechsten Mal in Folge leer aus.

Dabei hatte NY die meiste Zeit das Spiel im Griff, auch wenn man erneut auf Kristaps Porzingis verzichten musste, der weiter Probleme mit der Achillessehne hat. Carmelo Anthony schnupperte zumindest an einem Triple-Double (30 Punkte, 11 Rebounds, 7 Assists). Mindaugus Kuzminskas streute 15 Zähler ein und auch Derrick Rose (ebenfalls 15) zeigte unter anderem mit einem krachenden Dunk ein paar Vintage-Momente - bis die Schlussminuten anbrachen.

Unter anderem dank Jabari Parker (15) und, ja tatsächlich, Jason Terry starteten die Bucks einen 14:2-Run und sorgten für wackelige Knie im MSG. Greg Monroe legte 18 Punkte und 9 Rebounds auf. Der Held des Tages, Antetokounmpo, griff gar 13 Boards und erzielte dazu noch 27 Zähler.

Los Angeles Clippers (24-14) - Memphis Grizzlies (22-16) 115:106 (BOXSCORE)

Die Clippers gewinnen erneut. Nach sechs Pleiten am Stück gelang gegen enttäuschende Grizzlies der zweite Erfolg in Serie. Austin Rivers spielte dabei fast 44 Minuten und bewies ein heißes Händchen. 28 Punkte schenkte der Trainer-Sohn Memphis ein. Zudem entschied er die Partie, als er eine Minute vor dem Ende bei 104:99 beim Dreier von Mike Conley gefoult wurde und seine Freiwürfe verwandelte.

Neben Rivers scorten vier weitere Clippers zweistellig, darunter auch Jamal Crawford mit 22 Zählern. DeAndre Jordan legte ein monströses Double-Double auf (18 Punkte, 20 Rebounds), kämpfte aber wie gewohnt mit seinen Freiwürfen (4/11 FT).

Auf Seiten der Grizzlies fehlten mit JaMychal Green und Chandler Parsons (Pause) zwei Starter - bei der geringen Tiefe des Teams kein unerheblicher Faktor. Conley führte mit 12 Vorlagen gut Regie, doch seinen Wurf fand er an diesem Abend nicht (4/14 FG). Gleiches galt für Scharfschütze Troy Daniels, der viele offene Dreier liegen ließ, die er sonst im Schlaf versenkt (3/11 Triples). Marc Gasol spulte sein gewohntes Programm ab (23 Punkte, 6 Assists), hatte aber häufig unter dem Korb Probleme gegen Jordan.

Golden State Warriors (31-5) - Portland Trail Blazers (15-22) 125:117 (BOXSCORE)

Diese Paarung roch nicht nur nach einem wilden Shootout - sie wurde es auch. 71:69 stand es bereits zur Pause und nicht etwa nach dem dritten Viertel. Passend dazu gelang den Warriors auch ihr achtes 40-Punkte-Viertel der Saison. Auf der anderen Seite hatten die Dubs große Probleme mit CJ McCollum, der bereits zur Pause 26 Zähler auf dem Konto hatte.

In der zweiten Halbzeit zog der turmhohe Favorit aber die Zügel an und hielt die Blazers bei 46 Punkten. Auch McCollum wurde nun in Schach gehalten, was ohne den verletzten Damian Lillard so etwas wie die halbe Miete war. Der Aushilfs-PG beendete die Partie mit 35 Zählern (13/31 FG) und 9 Rebounds.

Die gleiche Ausbeute erreichte Stephen Curry, der aggressiver den eigenen Wurf suchte und gleich mehrere wilde Abschlüsse verbuchen konnte, die an diesem Abend aber fielen. Insgesamt feuerte er 13 Dreier auf den Korb (nur gegen die Pelicans waren es mehr, 17) und versenkte fünf davon.

Kevin Durant machte 30 Punkte, agierte aber dosierter und effizienter als der amtierende MVP (9/16 FG, 9/9 FT). Draymond Green geriet früh im vierten Viertel in Foul Trouble, Coach Steve Kerr wechselte ihn aber nicht aus. So beendete Green das Spiel mit 9 Zählern, 7 Boards und 11 Dimes.

Sacramento Kings (15-20) - Miami Heat (11-26) 102:107 (BOXSCORE)

Wenn DeMarcus Cousins eine Off-Night erwischt, ist das zumeist ein verdammt schlechtes Zeichen für die Kings. Beim Center lief das gesamte Spiel überhaupt nichts zusammen. 13 Punkte (4/15 FG), 6 Rebounds, 5 Fouls und ein Plus/Minus von -27 sind eines Boogies fast schon unwürdig - und dennoch hatten die Kings im Schlussviertel die besseren Karten.

Mit 17 Punkten führte Miami bereits, doch die Bank der Kings erwischte einen echten Sahnetag. Ty Lawson machte eines seiner besten Spiele in Kings-Uniform und initiierte das Comeback zum Ende des dritten Viertels. 15 Punkte und 6 Assists standen für den kleinen Guard zu Buche. Mit Arron Afflalo, Garrett Temple und Anthony Tolliver scorten außerdem gleich drei weitere Reservisten mindestens 14 Zähler.

So führten die Kings auf einmal und der Thriller in der Crunchtime konnte beginnen. Beim Stand von 102:102 klaute Collison den Ball und lief allein den Fastbreak, doch Tyler Johnson räumte den Point Guard übel von hinten ab. Auf der anderen Seite traf Johnson 28 Sekunden vor Schluss dann einen wilden Wurf gegen Barnes mit Foul und versenkte den Freebie. Zuvor hatte er fast zweimal beim Dribbling den Ball verloren.

Cousins verlegte im Anschluss, bekam aber noch eine zweite Chance, doch sein Dreier verfehlte das Ziel mehr als deutlich. Der überragende Johnson (23 Punkte, 7/11 FG) machte an der Linie dann endgültig alles klar. Neben Johnson überzeugte Guard-Kollege Goran Dragic mit 22 Zählern und 7 Assists, Wayne Ellington streute vier Dreier (bei fünf Versuchen) ein.

Alle Spieler von A bis Z