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FC Schalke 04: Sportvorstand Schneider erneuert VAR-Kritik
Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider hat im Interview mit dem kicker "eine einheitliche Linie in der Entscheidungsfindung" beim Einsatz des Videoassistenten gefordert und damit seine Kritik am VAR am Samstag nach dem unglücklichen 2:2 des FC Schalke 04 gegen Schlusslicht Mainz 05 erneuert.
"Deutsche Schiedsrichter gehören zu den besten der Welt, ohne Wenn und Aber", erklärte Schneider. "Was mir jedoch häufig fehlt, ist mehr Aufmerksamkeit des Videoschiedsrichters und vor allem eine konsequente Umsetzung der Regeln."
Der Videoschiedsrichter könne und dürfe nur bei einer krassen Fehlentscheidung einschreiten. Diese sei beispielsweise im Spiel der Königsblauen bei den Rheinhessen vor dem Elfmeter der Mainzer zum 0:1 Schneiders Meinung nach nicht gegeben gewesen, sehr wohl aber bei der Entscheidung auf Elfmeter für Mainz vor dem 1:2 und bei Moussa Niakhates Foul an Goncalo Paciencia in der Schlussphase beim Stand von 2:2.
Im ersten Fall hatte der VAR Schiedsrichter Patrick Ittrich nach einem Foul von Matija Nastasic an Jonathan Burkhardt zur nochmaligen Ansicht der Bilder an die Seitenlinie gebeten. Beim Laufduell zwischen Ozan Kabak und Jean-Philippe Mateta, dem der Elfmeter zum 2:1 der Mainzer folgte, dem allerdings ein Gesichtswischer von Mateta an Kabak vorausgegangen war, griff der VAR ebensowenig ein, wie bei Niakhates elfmeterwürdigem Einsteigen gegen Paciencia.
"Wie hier mit Schalke umgegangen wurde, ist nicht in Ordnung", schlussfolgerte Schneider daher. Bereits am Samstag hatte er sich über die getroffenen Entscheidungen im Spiel echauffiert und seinem Gefühl der Benachteiligung Ausdruck verliehen. Eine chronische Benachteiligung Schalkes sehe er jedoch nicht und wolle dies auch nicht als Ausrede für das nunmehr 23. sieglose Spiel in Folge nehmen.
"Ich will nicht den Eindruck erwecken, als würden wir uns als Schalker ständig benachteiligt fühlen oder eine Opferrolle für uns beanspruchen", betonte Schneider: "Wir können schon realistisch einschätzen, warum wir in dieser schwierigen sportlichen Situation sind. Ich erwarte ganz grundsätzlich, aber insbesondere von den Videoschiedsrichtern, mehr Aufmerksamkeit und qualitativ bessere Arbeit."
Der Auftritt der Schalker in Mainz stimme ihn hingegen "grundsätzlich zuversichtlich". Besonders lobte er die "Wucht und Überzeugung" im Offensivspiel: "Wir sind wieder da, und wir sind wieder in der Lage, Bundesligaspiele zu gewinnen. Und das werden wir nach der Länderspielpause auch tun, davon bin ich vollkommen überzeugt."
Schalke-Spieler "nicht bundesligatauglich" - Matthäus teilt gegen S04 aus
Obwohl sich der FC Schalke 04 im Spiel gegen Schlusslicht Mainz 05 verbessert präsentierte, ist Sky-Experte Lothar Matthäus in seiner Kolumne hart mit den Königsblauen ins Gericht gegangen. "Sie wissen, wie schwer es wird, die Liga zu halten. Sie stehen nicht als Mannschaft auf dem Platz. Es fehlt an allen Ecken und Kanten", schrieb der Rekordnationalspieler. So seien manche Schalker Spieler schlicht "nicht bundesligatauglich".
Auch kritisierte er das ständige Hin und Her zwischen Ralf Fährmann, der noch im DFB-Pokal gegen Schweinfurt am vergangenen Donnerstag glänzend gehalten hatte, und Frederik Rönnow, der Schalke gegen Mainz mit zwei Weltklasseparaden im Spiel gehalten hatte.
"Das sind Unruhen, die du gerade nicht brauchst", sagte Matthäus, für den es aktuell "keine Hierarchie in der Mannschaft" und "keinen Leader" bei Schalke gibt.
FC Schalke 04: Spielplan nach der Länderspielpause
Wettbewerb | Datum | Gegner | Ort |
Bundesliga | 21.11.2020, 15.30 Uhr | VfL Wolfsburg | H |
Bundesliga | 28.11.2020, 18.30 Uhr | Borussia Mönchengladbach | A |
Bundesliga | 06.12.2020, 18.00 Uhr | Bayer Leverkusen | H |
Bundesliga | 13.12.2020, 15.30 Uhr | FC Augsburg | A |
Bundesliga | 16.12.2020, 18.30 Uhr | SC Freiburg | H |