"Jeder hat Schiss": Zweitliga-Trainer in Rage wegen eskalierender Fanproteste - DFL bleibt hart

SID
17. Februar 202410:52
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Fast-Spielabbruch in Hannover, rollender Protest in Köln: Im Investorenstreit haben die Fans am Freitagabend die Situation weiter eskaliert. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Spielzeug-Autos auf dem Rasen, Harry Potter im Fadenkreuz und eine wütende Brandrede des zornigen Alexander Zornigers gegen meuternde Fans: Im Investoren-Streit taumeln die großen deutschen Fußball-Ligen weiter am Rande des ersten Spielabbruchs entlang. Während die zunehmend besorgte DFL-Spitze Deeskalation predigte, brachten die Freitagsspiele das genaue Gegenteil - und Zorniger auf die Palme.

"Das geht so nicht weiter, es hat sich ja auch nichts getan", sagte der Trainer des Zweitligisten Greuther Fürth bei Sky nach der Partie bei Hannover 96 (1:2): "Wenn der Schiedsrichter und die Vereine so am Nasenring durch die Arena gezogen werden - was ist denn dann, wenn wir wirklich mal abbrechen? Jeder hat Schiss, kein Schiedsrichter will natürlich der erste sein, der das macht. Aber man muss doch gewährleisten, dass das Spiel unter regulären Bedingungen stattfindet."

Referee Patrick Ittrich bestätigte, dass das Spiel nach zwei Unterbrechungen "sehr nah" vor dem Abbruch stand. Wieder waren die obligatorischen Tennisbälle geflogen, wieder hatte es ein Banner mit einem Fadenkreuz gegeben.

In dieses hatten die Hannover-Fans anders als zuletzt nicht Profi-Geschäftsführer Martin Kind gerückt, dessen in der Wahrnehmung vieler Beobachter skandalöses Abstimmungsverhalten beim DFL-Votum einen der größten Streitpunkte darstellt. Diesmal war Zauberlehrling Harry Potter Zielobjekt. "Angst, Potter?" war auf einem Banner zu lesen - eine popkulturelle Anspielung, gezielt auf Matt Potter, den Chef des einzig verbliebenen potenziellen DFL-Investor Matt Potter.

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