Der Präsident des Rad-Weltverbandes UCI, Pat McQuaid, bestätigte nochmals die Starterlaubnis des umstrittenen Spaniers Alejandro Valverde im WM-Straßenrennen.
Der Radsport-Weltverband UCI hat die Starterlaubnis für den umstrittenen Spanier Alejandro Valverde im WM-Straßenrennen am Sonntag in Mendrisio (Schweiz) nochmals bestätigt.
"Wir stellen Regeln auf und halten uns auch daran. Ehe der Internationale Sportgerichtshof keine Entscheidung in dem Fall getroffen hat, können wir nicht anders reagieren", erklärte der gerade wiedergewählte UCI-Präsident Pat McQuaid am Samstag.
McQuaid sind die Hände gebunden
Sollte Mitfavorit Valverde am Sonntag siegen, werde er ihm "selbstverständlich das Regenbogentrikot überreichen", sagte McQuaid weiter. Seine persönliche Meinung zu Valverde, "die sich jeder denken kann", werde er nicht öffentlich kundtun, so der Ire.
Ansonsten habe man ebensowenig eine Handhabe wie bei der WM 2007 in Stuttgart, als sich der zweimalige Vizeweltmeister sein Startrecht über den CAS erklagte.
Valverde in Italien gesperrt
Während Valverde in Mendrisio starten darf, ist er hinter der nur 20km entfernten Grenze zu Italien wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt.
Das dortige Nationale Olympische Komitee CONI belegte den 29-Jährigen am 11. Mai mit dem Bann, weil ihm die Ermittler mittels DNA-Abgleich einen Blutbeutel aus dem Bestand des Madrider Dopingarztes Eufemiano Fuentes zugeordnet hatten.
So war Valverde beispielsweise bei der Tour de France in diesem Jahr nicht dabei, weil diese knapp 90 Kilometer durch Italien führte.
Ein Flut von Klagen
Nachdem sich die Welt-Anti-Doping-Agentur dem CONI-Spruch angeschlossen hatte, legte Valverde vor dem CAS Klage ein. Er bezweifelt die Zuständigkeit des CONI und fordert die Aufhebung der Sperre.
"Leider hat uns das CONI keine vollständige Einsicht in seine Unterlagen ermöglicht, sodass für uns nicht klar ist, auf welcher Grundlage Valverde gesperrt ist", sagte McQuaid.
Die UCI und die WADA wiederum klagen vor dem CAS gegen den spanischen Verband, der keinen Grund sieht, trotz der erdrückenden Indizienlast gegen seinen Fahrer zu ermitteln und Valverde stattdessen den Rücken stärkt.
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