Düsseldorf setzt sich nach Verlängerung gegen Gladbach durch. Wolfsburg siegt auch im zweiten Spiel unter Lorenz-Günther Köstner. Leverkusen quält sich gegen Bielefeld weiter, in Hannover wird der Keeper zum Helden. Karlsruhe und Offenbach werfen je zwei Zweitligisten aus dem Rennen, die Bayern siegen souverän.
Fortuna Düsseldorf - Borussia Mönchengladbach 1:0 (0:0) n.V.
Tor: 1:0 Rafael (96.)
Bes. Vorkommnisse: Ter Stegen hält Foulelfmeter von Langeneke (84.)
Joker Nando Rafael hat Fortuna Düsseldorf den Einzug in das DFB-Pokal-Achtelfinale beschert. Der in der 82. Minute eingewechselte Stürmer erzielte in einem Pokalkrimi das Tor (97.) zum 1:0 (0:0, 0:0) der Fortuna nach Verlängerung gegen seinen ehemaligen Klub Borussia Mönchengladbach.
In einer lebhaften Begegnung zeigte die Borussia vor 52.000 Zuschauern von Beginn an das strukturiertere Spiel, die beiden Siege zuvor gaben die nötige Sicherheit. Fortuna setzte Eifer und Einsatz entgegen, aber die Aktionen waren häufig zu fahrig.
Manko bei den Gladbachern in der ersten Halbzeit war die Chancen-Auswertung. Fortuna-Keeper Giefer verhinderte gegen Harvard Nordtveit (4.) und Alvaro Dominguez (5.) einen frühen Rückstand. Nach einem katastrophalen Fehlpass im Mittelfeld schickte der gute Patrick Herrmann Igor de Camargo, der alleine auf Giefer zulief, aber am Tor vorbei zielte (10.). Thoben Marx versuchte es aus 18 Metern mit Gewalt, aber den Ball faustete Giefer weg (16.). Und auch Herrmann, der zuvor Tobias Levels und Juanan einfach stehen ließ, scheiterte freistehend am guten Giefer (21.).
Erst in der Viertelstunde vor der Pause mischten die Gastgeber endlich auch mit. Andreas Lambertz verpasste das Tor nur knapp (35.), Robbie Kruse (42.) und Bellinghausen (44.) prüften Nationalkeeper Marc-Andre ter Stegen. Doch die Borussia bekam noch goldene Möglichkeiten zu einer Pausenführung. Doch nach einer 3:1-Situation scheiterte Arango an Giefer, der wenig später einen schwachen Querpass von Herrmann vor Arango abfing (45.).
Die Gastgeber begegneten dem Kontrahenten im zweiten Durchgang auf Augenhöhe und setzten gegen die spielerische Qualität der Gäste Leidenschaft. Ter Stegen musste bei einer verunglückten Flanke von Johannes van den Bergh in höchster Not eingreifen und den Ball über die Latte lenken (49.). Die Gäste verloren ein wenig ihre Linie und kamen nicht mehr so einfach in den gegnerischen Strafraum.
Das Duell wurde nun zu einem Nervenspiel. So leistete sich Giefer einen Riesenpatzer gegen Herrmann, konnte dessen Heber aber gerade noch fangen (78.). Nach einem Foul von Arango an Kruse im Strafraum entschied Schiedsrichter Knut Kircher sechs Minuten vor Schluss auf Elfmeter - doch Langeneke schoss zu ängstlich.
In der Verlängerung hatte Gladbach zunächst Glück, als nach einer Flanke ein Abwehrversuch von Martin Stranzl am Pfosten landete. Wenig später aber traf der eingewechselte Ex-Borusse Rafael mit einem Flachschuss.
Bayern München - 1. FC Kaiserslautern 4:0 (1:0)
Tore: 1:0, 3:0 Pizarro (11., 58.), 2:0, 4:0 Robben (49., 88.)
Bayern München hat sich durch die erste Liga-Niederlage am vergangenen Wochenende nicht aus der Ruhe bringen lassen und ist auch mit der B-Elf standesgemäß ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Die auf neun Positionen umgestellte Mannschaft des Rekordmeisters besiegte den 1. FC Kaiserslautern souverän mit 4:0 (1:0) und steht zum zwölften Mal in Folge in der Runde der besten 16.
Claudio Pizarro (12./58.) sowie der starke Ersatz-Kapitän Arjen Robben (49., 88.) trafen jeweils doppelt vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena zum verdienten, wenn auch relativ unspektakulären Sieg.
In Bayern Münchens Startelf gab es - zusätzlich zu vielen Überraschungen - drei Premieren. Robben führte die Mannschaft zum ersten Mal in einem Pflichtspiel als Kapitän auf den Platz, Tom Starke kam zu seinem Debüt im Tor und der genesene Javi Martinez wurde von Jupp Heynckes in der Innenverteidigung getestet.
Allerdings ermöglichte ausgerechnet der 40-Millionen-Mann den Lauterern durch einen Fehler vor dem eigenen Tor auch die erste Chance des Spiels: Der Schuss von Mohamadou Idrissou flog jedoch weit über das Gehäuse von Starke (8.).
Den Bayern reichte der erste vernünftige Angriff schon zur Führung. Pizarro behauptete den Pass des Niederländers an der rechten Strafraumgrenze und schloss aus zehn Metern 1:0 ab (12.). Kaiserslautern versteckte sich keineswegs. Immer wieder kamen die Pfälzer nach Unstimmigkeiten in der Bayern-Mannschaft zu Kontern. Idrissou prüfte Starke zum ersten Mal (16.), ehe Steven Zellner per Fernschuss den Pfosten traf (26.).
Wieder reichte dann allerdings ein heller Moment von Pizarro und Robben, um die vorzeitige Entscheidung herbeizuführen. Diesmal eroberte Pizarro den Ball und bediente Robben, der aus wenigen Metern nur noch zum 2:0 einschießen musste (49.).
Genug hatten die Münchner nicht, sie kamen sogar immer besser in Fahrt. Wiederum Pizarro traf nach einem schönen Freistoß von Shaqiri per Kopf zum 3:0 (58.). Durch seinen insgesamt 26. Pokaltreffer verbesserte sich der Peruaner auf Rang zwei der ewigen Torschützenliste - und verdrängte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (25 Tore) auf den dritten Platz. Robben sorgte in der 88. Minute nach Vorlage von Pizarro für den Endstand.
VfL Wolfsburg - FSV Frankfurt 2:0 (0:0)
Tore: 1:0 Diego (51.), 2:0 Dost (61.)
Der VfL Wolfsburg hat den nächsten Schritt aus der sportlichen Krise geschafft: Der Bundesligist zog unter Interimscoach Lorenz-Günther Köstner mit einem 2:0 (0:0) gegen den FSV Frankfurt in das Achtelfinale des DFB-Pokals ein. Diego (51. Minute) und Bas Dost (61.) erzielten die Tore für den klar überlegenen Pokalfinalisten von 1995.
Sechs Tage nach der Entlassung von Manager und Trainer Felix Magath präsentierte sich eine engagierte Wolfsburger Mannschaft erstmals unter Köstner dem Heimpublikum. Der 60-Jährige hatte die gleiche Startformation wie beim 4:1-Erfolg bei seinem Einstand am Samstag in Düsseldorf aufgeboten - unter Vorgänger Magath hatte es eine solche Konstanz in der Aufstellung nicht einmal gegeben.
Allerdings waren Torchancen für den Bundesliga-16. vor nur 7.538 Zuschauern zunächst Mangelware. Erst zehn Minuten vor der Pause drehte der Favorit richtig auf, erspielte sich mehrere Gelegenheiten. Dost (36. und 38.) scheiterte aber an Keeper Patric Klandt. Dann köpfte Jan Polak nach Flanke von Makoto Hasebe an die Latte. Der Zweitliga-Sechste konnte kaum Entlastungsangriffe starten.
Die erste Chance der zweiten Halbzeit führte zum ersten Tor: Ein lange Flanke von Hasebe nahm Olic mit der Brust mit, legte dann flach auf Diego ab - der kleine Brasilianer war seinem Bewacher Heubach entwischt und schob direkt ein.
Nach dem Rückstand wurden die Gäste ein wenig mutiger und kassierten prompt bei einem schnellen Gegenangriff den zweiten Treffer. Der unermüdliche Diego spielte Dost herrlich frei, der lange Niederländer setzte den Ball ins lange Eck. Köstner kann nach dem neuerlichen Sieg auf eine längere Weiterbeschäftigung als Chefcoach hoffen.
Hannover 96 - Dynamo Dresden 5:4 (1:1, 1:1) n.E.
Tore: 1:0 Diouf (15.), 1:1 Bregerie (27.)
Hannover 96 kam zu einem mühsamen 5:4 (1:1, 1:1) nach Elfmeterschießen gegen Zweitligist Dynamo Dresden. Vor 30.000 Zuschauern hatte Mame Diouf (15.) den Favoriten in Führung gebracht. Für Dresden traf Romain Bregerie (28.). Im Elfmeterschießen parierte Hannovers Keeper Ron-Robert Zieler dann den entscheidenden Ball von Dresdens Mickael Pote.
Vor der als Risikospiel eingestuften Partie hatte es 15 Festnahmen gegeben. 1.400 Anhänger versuchten laut Polizei, die Kontrollpunkte zu durchbrechen. Dabei seien Ordner überrannt und verletzt worden, hieß es. Bis zu 300 Fans kamen unkontrolliert ins Stadion. Vor und während des Spiels zündeten beide Fangruppen immer wieder verbotene Pyrotechnik.
Sportlich erwischten die Platzherren den besseren Start und gingen verdient in Führung. Nach einer Kopfballablage von Didier Ya Konan bugsierte Diouf den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Der Ausgleich fiel aus dem Nichts. Bregerie traf mit einem Freistoß aus gut 22 Metern.
Der Bundesligist bemühte sich anschließend um mehr Entschlossenheit, die meisten Aktionen verpufften aber wirkungslos. So kamen die Gäste, die beim 2:3 am vergangenen Wochenende beim FC St. Pauli ebenfalls ein 2:0 aus der Hand gegeben hatten, immer besser ins Spiel. Aus der kompakt gestaffelten Defensive suchte der Zweitliga-14. den Weg nach vorn und wäre kurz vor der Pause fast ein zweites Mal belohnt worden. Robert Koch scheiterte aus guter Position jedoch an 96-Schlussmann Zieler (43.).
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Hannover den Nachweis des Klassenunterschieds zunächst schuldig. Zwar waren die Platzherren das deutlich aktivere Team, die Angriffe verfingen sich in Abwesenheit des geschonten Topscorers Szabolcs Huszti aber immer wieder in der geschickt verteidigenden Abwehrreihe der Dresdener. In der 54. Minute war Karim Haggui Hannovers erneuter Führung noch am nächsten. Der Innenverteidiger traf per Kopf nur den Pfosten des Dynamo-Tores.
Die abwartend agierenden Dresdener antworteten prompt. Bei einem Schuss von Pote war Zieler vor der mit knapp 10.000 mitgereisten Dynamo-Fans gefüllten Kurve erneut gefordert (57.). Hannover drängte danach nach vorn, fand aber weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung ein Mittel, um zum Erfolg zu kommen.
Die 2. DFB-Pokal-Hauptrunde im Überblick
Arminia Bielefeld - Bayer Leverkusen 2:3 (2:2, 1:1) n.V.
Tore: 1:0 Hille (8.), 1:1 Hegeler (23.), 1:2 Friedrich (56.), 2:2 Schütz (82.), 2:3 Schürrle (94.)
Gelb-Rote Karte: Müller (Bielefeld, 117.)
Drei Tage nach dem Coup bei Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München hat sich Bayer Leverkusen mit viel Mühe ins Achtelfinale des DFB-Pokals gekämpft. Die Werkself kam beim starken Drittligisten Arminia Bielefeld zu einem 3:2 (2:2, 1:1) nach Verlängerung und hat nach vier Jahren wieder das Cup-Achtelfinale erreicht.
Vor 24.771 Zuschauern in der Schüco Arena fiel die Entscheidung erst in der Verlängerung, als Nationalspieler Andre Schürrle (94.) den Leverkusener Sieg herausschoss.
In der regulären Spielzeit hatten Jens Hegeler (23.) und Manuel Friedrich (56.) für Bayer getroffen. Für Bielefeld waren Sebastian Hille (11.) und Tom Schütz (82.) erfolgreich. Es war der erste Erfolg der Leverkusener auf der "Alm" nach gut 13 Jahren.
Dabei erwischten die Gastgeber einen Start nach Maß. Nach Pass von Tim Jerat ließ Hille zwei Leverkusener aussteigen und bezwang mit seinem Schuss aus rund 18 Metern ins linke Eck Keeper Michael Rensing, der sein erstes Pflichtspiel im Bayer-Dress bestritt. Stammtorhüter Bernd Leno fehlte wegen einer Schleimbeutelentzündung im Ellbogen, die operativ beseitigt wurde.
Insgesamt rotierte Teamchef Sami Hyypiä vier Spieler aus der Münchner Siegerelf. Und die kam nur zwölf Minuten nach dem Rückstand etwas überraschend durch Hegeler, der am schnellsten schaltete, zum Ausgleich. In der zweiten Halbzeit kam Bayer deutlich besser ins Spiel. Die Bielefelder verstanden es immer seltener Nadelstiche zu setzen. So fiel der Führungstreffer der Rheinländer fast folgerichtig. Zunächst wurde ein Schuss von Lars Bender noch abgeblockt, das anschließende Durcheinander nutzte jedoch Friedrich per Kopf.
Als keiner mehr damit rechnete, kam Bielefeld noch einmal zurück. Ein abgefälschter Freistoß von Schütz brachte den umjubelten Ausgleich. Doch der nächste Nackenschlag folgte zu Beginn der Verlängerung durch eine starke Einzelaktion von Schürrle. Kurz vor Ende der Verlängerung sah dann auch noch der Bielefelder Christian Müller nach Foulspiel die Gelb-Rote Karte (117.).
Bayer hat den Erfolg aber teuer bezahlen müssen. Verteidiger Ömer Toprak zog sich einen Nasenbeinbruch zu, bei Daniel Schwaab besteht Verdacht auf Bänderriss im Sprunggelenk. Torhüter Michael Rensing und Mittelfeldspieler Lars Bender zogen sich kleinere Verletzungen zu, ihr Einsatz beim Heimspiel am Sonntag gegen Düsseldorf ist nach Angaben der Vereins jedoch nicht gefährdet.
VfB Stuttgart - FC St. Pauli 3:0 (3:0)
Tore: 1:0 Traore (20.), 2:0 Ibisevic (21.), 3:0 Hajnal (41.)
Der VfB Stuttgart ist problemlos ins Achtelfinale marschiert. Gegen einen schwachen FC St. Pauli siegten die Schwaben auch in der Höhe verdient mit 3:0 (3:0). Es ist Stuttgarts siebter Achtelfinaleinzug in Folge.
Dabei begann der Zweitligist vor 26.000 Zuschauern mit dem jüngsten Erfolgserlebnis aus der Liga im Rücken durchaus selbstbewusst. Als Ibrahima Traore aber nach 20 Minuten die Führung für den VfB erzielte, war es schlagartig vorbei mit der Hamburger Herrlichkeit.
Traore schnappt sich 25 Meter vor dem Tor den Ball und zog einfach mal ab. Philipp Tschauner im St. Pauli-Tor sah beim Flatterball nicht gut aus und ließ das Leder mittig unter der Latte einschlagen. Nur 108 Sekunden später verwertete Vedad Ibisevic eine Flanke von Cristian Molinaro aus acht Metern. Es war bereits Ibisevic' elftes Pflichtspieltor in dieser Saison.
Vier Minuten vor der Pause machte der VfB dann alles klar: Nach einer tollen Kombination über die linke Seite flankte Christian Gentner butterweich an den zweiten Pfosten, wo Tamas Hajnal den Ball volley aus sieben Metern versenkte.
Nach dem Wechsel diktierte Stuttgart weiter die Partie, schaltete jedoch merklich zwei Gänge zurück. Traote und Ibisevic mit einer Doppelchance (63.) hatten das 4:0 auf dem Fuß. Der VfB leistete sich danach den Luxus, Ibisevic zu schonen. Für ihn kam U-23-Hoffnung Kevin Stöger zu seinem Pflichtspieldebüt bei den Profis.
Kurz danach hatte St. Pauli seine einzige Chance: Fin Bartels hatte Sven Ulreich aus spitzem Winkel schon überwunden, aber Antonio Rüdiger kratzte den Ball noch von der Linie (69.). Bis zum Abpfiff hatte der VfB noch Chancen durch Molinaro (81.) und Zdravko Kuzmanovic (83.).
Offenbacher Kickers - Union Berlin 2:0 (0:0)
Tore: 1:0 Fetsch (75.), 2:0 Vogler (85.)
Drittligist Offenbacher Kickers hat in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals für die erste Überraschung gesorgt. Im Spiel gegen Zweitligist FC Union Berlin gewannen die Hessen dank der Tore von Mathias Fetsch (74.) und Stefan Vogler (85.) mit 2:0 (0:0).
Die Gastgeber aus Offenbach begannen schwungvoll, setzten den Gegner früh unter Druck und erzwangen so frühzeitig Ballverluste der Berliner. Die erste große Chance sahen die 12.247 Zuschauer im Stadion am Bieberer Berg in der neunten Minute. Fetsch kam völlig frei vor Union-Torwart Daniel Haas zum Kopfball, setzte diesen aber einen Meter am Tor vorbei.
Die Gäste aus Berlin versteckten sich nicht und es entwickelte sich eine muntere Partie. Haas parierte gegen Julius Reinhard (24.) ebenso gut wie OFC-Torwart Robert Wulnikowski gegen Torsten Mattuschka (29.).
Nach dem Seitenwechsel häuften sich die Fehler auf beiden Seiten und Chancen blieben Mangelware. Die Hauptstädter fanden besser ins Spiel und hatten durch Silvio de Oliviera in der 69. Minute die Chance auf die Führung, die erneut Wulinkowski vereitelte.
In der 74. Minute sorgte der OFC für Jubel beim heimischen Anhang. Eine Flanke von Nicolas Feldhahn landetet im Sturmzentrum bei Fetsch, dessen Schuss aus der Drehung von Union-Verteidiger Christian Stuff abgefälscht wurde - keine Chance für Haas und die Führung für den Drittligisten. Fünf Minuten vor Schluss setzte sich der kurz zuvor eingewechselte Vogler im Kopfball-Duell gegen Stuff durch und sorgte für die Entscheidung.
Karlsruher SC - MSV Duisburg
Tor: 1:0 Kempe (88.)
Gelb-Rote Karte: Sukalo (Duisburg, 80.)
Rote Karte: Wiedwald (Duisburg, 90.)
Drittligist Karlsruher SC ist mit einem 1:0 (0:0)-Erfolg über den MSV Duisburg ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Dennis Kempe erzielte in der 88. Minute den erlösenden Siegtreffer, nachdem Duisburgs Goran Sukalo in der 80. Minute mit Gelb-Rot vom Platz gestellt worden war. Auch Torwart Felix Wiedwald musste später noch vom Feld.
Große Fußballkunst bekamen die 14.921 Zuschauer im Wildparkstadion in der ersten Hälfte nicht zu sehen. Zwar bemühten sich beide Teams redlich um Zug nach vorne, enorm viele Fehlpässe störten aber den Spielaufbau, oft versandeten die Angriffe bereits im Mittelfeld. Die einzig nennenswerte Chance vergab der Karlsruher Daniel Gordon nach 14 Minuten, als er einen schönen Freistoß von Hakan Calhanoglu freistehend vor dem langen Pfosten über das Tor setzte.
Nach der Pause änderte sich das Bild nur geringfügig, die beste Möglichkeit entstand abermals nach einer Standardsituation: Diesmal war es der Duisburger Antonio da Silva, der einen Freistoß gefährlich vors Karlsruher Tor brachte - Adli Lachheb köpfte den Ball mit dem Rücken zum Kasten stehend nur Zentimeter über die Latte.
Richtig Feuer kam erst in den letzten zehn Minuten in die Partie. Schiedsrichter Tobias Stiele, der zuvor bereits sechs Gelbe Karten verteilt hatte, stellte Sukalo für leichtes Zupfen mit Gelb-Rot vom Platz, Duisburg spielte ab da nur noch zu zehnt. In der Folge witterte der KSC Morgenluft, Kempe verwandelte einen Kopfball von Calhanoglu zum Siegtreffer - und zu allem Überfluss wurde auch noch Wiedwald wegen angeblicher Unsportlichkeit vom Platz gestellt.
Die 2. DFB-Pokal-Hauptrunde im Überblick
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