NBA Preseason: James Harden explodiert erneut - Stephen Curry und D'Angelo Russell vermöbeln die Lakers

SPOX
19. Oktober 201909:45
James Harden erlegt die Miami Heat mit 44 Punkten.getty
Werbung
Werbung

James Harden ist schon vor dem Start der regulären Saison kaum zu stoppen: Der Guard der Houston Rockets schenkt den Heat beim Shootout-Sieg 44 Punkte ein, Russell Westbrook muss allerdings verletzt raus. Das Warriors-Duo Stephen Curry und D'Angelo Russell feiert derweil einen deutlichen Sieg gegen die Lakers ohne LeBron James.

Auch ohne den verletzten Zion Williamson machen die Pelicans die perfekte Preseason klar. Moritz Wagner zeigt für die Wizards erneut einen starken Auftritt.

Philadelphia 76ers (4-1) - Washington Wizards (3-2) 93:112 (BOXSCORE)

  • Dank eines erneut starken Auftritts von Moritz Wagner haben die Wizards der perfekten Preseason der Sixers ein Ende bereitet. Washington setzte sich im dritten Viertel entscheidend ab und ließ anschließend nichts mehr anbrennen, der Deutsche erzielte in diesem Abschnitt 7 seiner 14 Punkte (6/9 FG, 2/5 Dreier, +17). Bester Scorer bei den Gästen war Jordan McRae mit 17 Zählern (7/11 FG, +27).
  • Philadelphia ging mit vier der fünf wahrscheinlichen Starter in die Partie, nur Ben Simmons pausierte. Zwar führte Joel Embiid sein Team mit 17 Zählern an (5 Turnover), doch selbst mit den Stars auf dem Parkett waren die Sixers im dritten Abschnitt deutlich unterlegen (40:21 für Washington). Die Gäste lagen mit bis zu 29 Zählern in Front, das war die Entscheidung.
  • Lobend erwähnen muss man auf Seiten der Wizards neben Wagner und McRae auch Thomas Bryant. Der Center kam in 23 Minuten auf ein Double-Double (15 Punkte und 10 Rebounds). Isaac Bonga durfte derweil zum vierten Mal in dieser Preseason als Starter ran und legte neben 2 Punkten auch 5 Rebounds und 5 Assists auf.

Brooklyn Nets (3-1) - Toronto Raptors (2-2) 107:123 (BOXSCORE)

  • Trotz Gesichtsverletzung feierte Kyrie Irving im letzten Preseason-Spiel der Nets sein Debüt im Barclays Center. Allerdings endete der Abend mit einer deutlichen Niederlage gegen den amtierenden Champion, für den unter anderem OG Anunoby (18 Punkte, 6 Rebounds und 4/8 Dreier) oder Fred VanVleet (16, 8 Assists und 4/6 Dreier) überzeugten.
  • Vor allem im zweiten Abschnitt waren die Raptors kaum zu stoppen. Die Gäste entschieden den Durchgang dank einer Feldwurfquote von 57,1 Prozent und insgesamt 10 Triples mit 46:25 für sich, davon konnte sich Brooklyn nicht mehr erholen. Am Ende des Abends standen die Kanadier bei 24 von 47 von Downtown (51,1 Prozent), Serge Ibaka steuerte mit 15 Punkte und 11 Brettern ein Double-Double bei.
  • Irving, der mit einer Gesichtsmaske auflief, nachdem er sich schon vor dem Start des Training Camps eine Gesichtsverletzung zugezogen hatte und dann gegen die Lakers mit Rajon Rondos Schulter kollidierte, kam auf 19 Zähler bei 7 von 17 aus dem Feld (dazu 3 Rebounds, 4 Assists und 4 Turnover). Taurean Prince kam noch auf 13 Punkte, genau wie Spencer Dinwiddie. Letzterer hatte aber enorme Probleme mit seinem Wurf (3/14 FG).
  • Am Rande der Partie kam es zu Protesten von Unterstützern der Hongkong-Demonstranten. Vor dem Barclays Center kam es zu einer Kundgebung, die Teilnehmer trugen T-Shirts, mit denen sie zur Solidarität mit Hongkong aufriefen. Die Nets traten vor einigen Tagen mitten in der Krise zwischen China und der NBA im Rahmen der Global Games in zwei Preseason-Spielen gegen die Lakers in China an.

Miami Heat (4-1) - Houston Rockets (4-2) 133:144 (BOXSCORE)

  • James Harden befindet sich in einer beeindruckenden Frühform, das stellte er gegen die Heat ein weiteres Mal eindrucksvoll unter Beweis. The Beard ballerte Houston mit 44 Punkten zum Shootout-Sieg im Süden Floridas. Der MVP von 2018 versenkte dabei 12 seiner 26 Würfe, 8 von 16 aus der Distanz und 12 seiner 13 Freiwürfe.
  • Und damit noch nicht genug: Zusätzlich legte Harden 7 Assists, 5 Rebounds und 5 Steals (bei 5 Turnovern) auf. Sein Plus/Minus-Wert (+25) war mit Abstand der beste, insgesamt stand der 30-Jährige 35 Minuten auf dem Parkett, auch im vierten Viertel kam er zum Einsatz. "Er liebt es, zu spielen. Ich hätte ihn im vierten Viertel nicht herausnehmen können, wenn ich gewollt hätte", lobte Coach Mike D'Antoni.
  • Weniger gute Nachrichten gab es dagegen von Russell Westbrook. Im vierten Viertel verletzte sich der Guard offenbar an seinen Fingern an der rechten Hand und verließ mit schmerzverzehrtem Gesicht das Parkett. Auch Austin Rivers (Nackenprobleme) musste vorzeitig vom Court. D'Antoni zeigte sich allerdings unbesorgt: "Beide haben mir gesagt, dass sie okay sind."
  • Westbrook, der zuletzt ohnehin schon Probleme mit einem ausgekugelten Finger hatte, zeigte zuvor einen durchwachsenen Auftritt mit 16 Punkten bei 6 von 13 aus dem Feld, 4 Brettern, 4 Assists, 3 Steals und 4 Turnover. Besser machten es neben Harden vor allem Clint Capela (20 und 13 Rebounds) und Eric Gordon (23 von der Bank). Isaiah Hartenstein kam dagegen nur 3 Minuten zum Einsatz (1 Rebound, 1 Assist).
  • Aufgrund der neuerlichen Harden-Explosion geriet fast in den Hintergrund, dass auch Kendrick Nunn auf der Gegenseite einen spektakulären Abend erwischte. Nach einem Jahr in der G-League begeisterte der Guard mit 40 Punkten (15/27 FG, 6/10 Dreier) für die Heat. Bam Adebayo legte ein Double-Double auf (13, 11 Rebounds und 6 Assists), Rookie Tyler Herro kam auf 14 Zähler (5/15 FG). Für den fünften Sieg im fünften Preseason-Spiel reichte das aber dennoch nicht.

New York Knicks (1-3) - New Orleans Pelicans (5-0) 116:117 (BOXSCORE)

  • Auch ohne den verletzten Zion Williamson machten die Pelicans die 5-0-Preseason perfekt - auch wenn die Gäste im Madison Square Garden ordentlich zittern mussten. Nachdem Josh Hart 3,2 Sekunden vor dem Ende zwei Freiwürfe liegen ließ, verpasste Julius Randle mit einem Dreier an den Ring den Wurf zum Sieg.
  • Ohne Zion verteilte sich die Scoring-Last bei den Pels auf mehreren Schultern. Gleich sieben Akteure der Gäste kamen auf eine zweistellige Punkteausbeute, bester Mann war eigentlich Hart mit 17 Punkten (6/9 FG) und 7 Rebounds. Allein seine beiden vergebenen Freiwürfe am Ende schmerzten etwas. Auch Rookie Nickeil Alexander-Walker (17, 7/11 FG) bestätigte seine gute Form, Brandon Ingram steuerte 16 und J.J. Redick 14 Zähler bei.
  • Bei den Hausherren war Randle mit 20 Punkten bester Werfer, allerdings versenkte er nur 7 seiner 19 Versuche aus dem Feld (4/8 Dreier, dazu 9 Rebounds und 5 Assists). Nr.3-Pick R.J. Barrett kam auf 19 Punkte (9/12 FG) und einen Monster-Dunk. Allonzo Trier steuerte zudem 17 Zähler von der Bank bei, während Dennis Smith Jr. einen unglücklichen Shooting-Abend erwischte (9 Punkte, 2/12 FG, aber 9 Rebounds und 6 Assists).

San Antonio Spurs (2-3) - Memphis Grizzlies (3-2) 104:91 (BOXSCORE)

  • Nur gegen Mitte des dritten Viertels konnten die Grizzlies das Spiel zwischenzeitlich eng gestalten, doch drehen konnten die Gäste die Partie nach einem zwischenzeitlichen 13-Punkte-Rückstand nicht mehr. Schnell waren die Spurs wieder mit einem zweistelligen Vorsprung davongezogen, den die Hausherren auch fast durchgängig bis zum Ende des Spiels verteidigten.
  • Bester Scorer für San Antonio war dabei Patty Mills, der 16 Zähler von der Bank aus beisteuerte. Ansonsten legten LaMarcus Aldridge, DeMar DeRozan und Bryn Forbes noch jeweils 14 Punkte auf, LMA schnappte sich zudem 11 Abpraller. Auch Rudy Gay (13) gesellte sich zur Riege der besten Spurs-Scorer, während Jakob Pöltl in 16 Minuten auf 6 Punkte und 9 Rebounds kam.
  • Auf der Gegenseite avancierte Ja Morant zum besten Mann der Gäste. Mit 16 Punkten, 5 Rebounds und 6, teils sehr schönen Assists steigerte er die Hoffnung auf eine gute Rookie-Saison. Grayson Allen kam noch auf 12 Punkte, Dillon Brooks erlebte nach seiner 30-Punkte-Explsoion gegen die Thunder einen Abend zum Vergessen (3 Punkte, 1/8 FG).
  • Insgesamt hatten beide Teams so ihre Probleme mit den Wurfquoten. Die Grizzlies versenkten gerade einmal 34,4 Prozent aus dem Feld, auch bei den Spurs lief es nur bedingt besser (39,6 Prozent). Immerhin hämmerte San Antonio den Grizzlies 14 Dreier (bei 31 Versuchen, 45,2 Prozent) um die Ohren. Memphis kam dagegen nur auf 7 Triples.

Golden State Warriors (2-3) - Los Angeles Lakers (3-3) 124:103 (BOXSCORE)

  • Revanche geglückt. Nachdem die Warriors vor wenigen Tagen noch mit 93:126 im Staples Center gegen die Lakers untergingen, waren es nun die Dubs, die einen lockeren Blowout-Sieg einfuhren. Das lag vor allem am Backcourt-Duo Stephen Curry und D'Angelo Russell.
  • Die beiden zeigten teilweise eine sehr gute Harmonie auf dem Parkett, Curry avancierte mit 32 Punkten (9/20 FG) in 33 Minuten zum Topscorer der Warriors. Allerdings landeten "nur" 6 seiner 15 Dreier im Korb, darunter auch ein Buzzer-Beater zum Ende der ersten Halbzeit. Russell ließ sich mit 29 Punkten (9/19 FG, 6/11 Dreier) ebenfalls nicht lumpen.
  • Das Duo zeichnete sich auch im Schlussabschnitt für insgesamt 13 Zähler verantwortlich, die den Hausherren dabei halfen, das vierte Viertel mit 30:15 für sich zu entscheiden. Allerdings profitierte Golden State dabei auch von der Abwesenheit von LeBron James, Anthony Davis und Kyle Kuzma.
  • Statt des Star-Trios schickte Lakers-Coach Frank Vogel die Reservisten aufs Parkett, Zach Norvell Jr. nutzte die Chance für 29 Punkte von der Bank. Zudem lieferte auch Kentavious Caldwell-Pope einen guten Auftritt ab (25), Devontae Cacok erzielte zudem 16 Zähler.